Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz erlebt beim 1:4 gegen die SV Gifhorn einen herben Dämpfer

Tiefschlaf, Totalausfälle, Torschusspanik

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Nicht ganz wach!? Der VfL Wahrenholz (l. Mats-Ole Herz, Daniel Schmidt) leistete sich gegen die SV Gifhorn zu Beginn eine Tiefschlafphase. In dieser Szene erzielt Arben Biboski das 2:0. Dennoch gab es Momente, wo das Taterbusch-Team hätte zurückkommen können.

Gifhorn. Das Triple-T-Dilemma vermieste Thorsten Thielemann gehörig den Sonntagnachmittag.

Der in der Vorsaison arg gebeutelte VfL Wahrenholz schien, so implizierten es die ersten Ergebnisse, auf dem Weg der Besserung zu sein, handelte sich gestern aber mit der 1:4 (1:3)-Pleite in der Fußball-Bezirksliga bei der SV Gifhorn aber einen herben Rückschlag ein. Weil eine Tiefschlafphase, einige Totalausfälle und Torschusspanik einen verhängnisvollen Teufelskreis bildeten.

T wie Tiefschlafphase: Die legten die Männer in Schwarz-Gelb direkt vom Anpfiff weg ein. In den ersten 20 Minuten hätte sein Team alles, aber auch wirklich alles vermissen lassen, traute Thielemann an der Eyßelheide seinen Augen nicht. Die Abwehr absolut unsortiert, das Mittelfeld Brachland, der Angriff praktisch nicht existent. „Wirklich eine Katastrophe“, fasste der VfL-Coach den kapitalen Fehlstart kurz und bündig zusammen. Nutznießer war SVG-Akteur Arben Biboski, der zweimal zuschlug (5., 13.). Damit waren die Gäste noch gut bedient, hatten bei weiteren Gifhorner Attacken Glück.

Nach einem Wechsel und der XXL-Rotation auf dem Platz schien sich Wahrenholz zu berappeln. Maurice Kutz brachte das Taterbusch-Team mit dem Anschlusstor (31.) dann auch tatsächlich zurück ins Spiel. Für ganze sechs Minuten. Doch ein „Katastrophen-Pass“ zerstörte die Hoffnung direkt wieder im Keim. Thielemann fassungslos: „Das 3:1 war schon grausam. Da kommst du rein nach so einer Scheiß-Anfangsphase und dann das... Wir waren gerade auf dem Weg nach vorne. Ärgerlich!“

Thielemann justierte in der Halbzeitpause noch einmal taktisch um. Mit Erfolg. „Wir haben die ersten 20 Minuten beherrscht und hatten drei, vier richtig gute Chancen.“ Doch Patrick Schön und Timo Neumann vergaben allein vor dem Gifhorner Keeper. Thielemann: „Ich glaube, wenn das 3:2 fällt, werden sie noch unsicherer. Sie fingen schon an, sich anzumachen.“ Stattdessen erzielte die SVG mit der ersten Chance des zweiten Abschnitts das 4:1 und zog dem VfL damit endgültig den Stecker.

„Wir haben Lehrgeld bezahlt und müssen das aufarbeiten“, bilanzierte Thielemann. Sein Credo: „Mund abputzen, weiter geht’s.“

Von Ingo Barrenscheen

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