Fußball – U20: Betzhorner happy nach DFB-Comeback

Thoelke genießt Länderspiel-Luft

ib Betzhorn/Wolfsburg. Seit gestern hat ihn der – zugegebenermaßen immer noch aufregende – Alltag bei seinem Klub VfL Wolfsburg wieder. In der Vorwoche aber schnupperte der frisch gebackene Bundesliga-Profi Bjarne Thoelke nach längerer Abstinenz wieder Länderspiel-Luft.

„Zurzeit läuft es ganz gut“, strahlte der Betzhorner nach seinem nunmehr vierten Spiel für Deutschlands Junioren-Teams. U18, U19 – das kannte er schon. Zwischen der letzten Berufung und seinem Debüt bei U20 des DFB am vergangenen Wochenende aber lagen fast zwei Jahre Pause.

Und wie war das Comeback mit dem Adler auf der Brust? „Ganz cool“, sagt Thoelke in moderner Mundart. „Eine Ehre.“ Total überrascht über die Nominierung sei er nicht gewesen. „Nach drei Bundesliga-Spielen ist es wohl normal, dass man eingeladen wird.“ Zumindest sehr wahrscheinlich. Der 19-jährige Innenverteidiger hat mit seiner Beförderung bei den Wölfen auch Nationaltrainer Frank Wormuth neugierig gemacht.

Also reiste Thoelke zunächst am Dienstag ins Trainingslager nach Frankfurt, von dort aus ging es zum fünften Spiel der U20 in der Internationalen Spielrunde in Polen am Sonnabend. Der VfL-Jungprofi genoss die fünf Tage im Kreise der Talentriege, wurde gut aufgenommen. Einige Mitspieler kannte er noch aus früheren DFB-Auswahlen. Es sei etwas Besonderes, „unter Gleichaltrigen zu sein“. Trainer, Spielphilosophie, Übungseinheiten: alles anders als unter Felix Magath. Und damit reizvoll und lehrreich. „Man nimmt viel mit an Erfahrung, was man auch im Verein einbringen kann“, meint Thoelke.

Das sportliche i-Tüpfelchen fehlte allerdings. Deutschland kassierte gegen Schlusslicht Polen die erste Niederlage der Spielrunde. Halb so wild, meint Thoelke, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. „Wir haben nicht schlecht gespielt. Der Trainer hat gesagt, Niederlagen gehören dazu.“ Zum Reifeprozess.

Unterm Strich also eine gelungene Rückkehr unters DFB-Dach für den Betzhorner. Wichtig: Er kam gesund und munter wieder. Bloß nicht wieder eine Verletzung wie damals kurz vor der U19-EM, die er dann verpasste. „Ich habe mir meine Gedanken gemacht: Nicht, dass ich mich wieder verletze. Aber alles in Ordnung.“

Im Februar 2012 steht das letzte und entscheidende Spiel der U20-Serie um Platz eins gegen Italien an. Wieder mit Thoelke? „Ich konzentriere mich jetzt erst mal auf meinen Verein. Wenn es da gut läuft für mich, werde ich auch wieder eingeladen.“

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