IK-Nachspielzeit: Seitenhieb gegen Wahrenholz-Dauerkritiker / Brechtorf II „pongt“ die Kapitänsbinde aus

Thielemanns Gruß an Internet-Fan...

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Yannick Kutscher gab bei Wahrenholz den Aushilfs-Sechser.

Mannschaftsabende bringen für gewöhnlich immer amüsante Geschichten mit sich. So natürlich auch beim TSV Brechtorf II. Das Treffen am Freitag der TSV-Kicker stand dabei ganz im Zeichen des Bier-Pong-Spiels. Mit einem Leidtragenden.

Denn Kapitän Fabio Mastrogiorgio verlor sein Duell gegen Robin Scharf. Die Folge davon: Letzterer bekam für ein Spiel die Kapitänsbinde überreicht und durfte so beim 4:2-Erfolg gegen den VfL Wittingen/Suderwittingen II die Mannschaft als Leader aufs Feld führen. Ob jetzt jede Woche durch ein Trinkspiel die Kapitänsbinde ausgespielt wird? „Es war auf alle Fälle eine lustige Sache für den Jahresabschluss. Aber Fabio wird in Zukunft unser Kapitän bleiben“, unkte Trainer Björn Krögerrecklenfort.

Nicht unbedingt zufrieden war Walter Dürkop mit dem 1:1 beim TuS Müden-Dieckhorst. Der Trainer des Abstiegskandidaten VfL Vorhop sagte nach dem Spiel: „Wenn der Gegner keine richtige Chance hat, darfst du nicht nur einen Punkt holen. Das war total unnötig!“ Es scheint sich wie ein roter Faden durch die Saison zu ziehen. Zum einen die schlechte Chancenverwertung und die individuellen Fehler in der Defensive. Zum anderen die vielen Punkteteilungen. Denn bereits zum sechsten Mal spielte das gallische Dorf nur Unentschieden. Und ist zumindest in dieser Statistik absolute Spitze in der Fußball-Kreisliga. „Es hätten definitiv viel mehr Zähler sein müssen“, meint Dürkop, der vielen Punkten hinterhertrauert. „Einige Spiele hätten wir echt nicht verlieren müssen.“ Dennoch: „Unsere Leistung macht trotzdem Hoffnung für die Rückrunde. Nur müssen wir uns dann eben auch mal belohnen“, sagt er. Wahre Worte...

22 Punkte nach 14 Spielen hört sich erst einmal gar nicht so schlecht an. Doch der SV Groß Oesingen strebt immer nach mehr. Vor allem weil in der laufenden Spielzeit einfach mehr möglich gewesen wäré für das Team von Trainer Torben König. „Es sind zwar nur neun Zähler bis zur Spitze, aber wir haben auch einiges liegen gelassen“, ärgert sich der Coach. Damit meint er die vielen vergebenen Großchancen. Jeder in der Mannschaft ist für Tore gut, doch es fehlt einfach ein absoluter Torjäger. „So etwas kannst du dann auch nicht trainieren“, sagt König bezüglich der Abschlussschwäche. „Das ist der Unterschied zu einem Spitzenteam wie zum Beispiel Ummern. Wir brauchen die doppelte Anzahl an Torchancen, damit wir Treffer erzielen.“ Nicht mehr lange, dann ist Winterpause. Vielleicht schlägt der SV Groß Oesingen dann noch einmal auf dem Transfermarkt zu und sichert sich einen neuen Vollstrecker für die Offensive.

Die Steilvorlage war wie gemalt für Thorsten Thielemann. Nach dem 4:2-Coup im letzten Spiel des Jahres gegen die SV Gifhorn und zehn Zählern aus vier Partien griff der Trainer des Bezirksligisten VfL Wahrenholz in die Sarkasmus-Schublade, um einem treuen Fan (wenn man das so nennen darf...) der etwas anderen Art eine Botschaft zu senden. Der besagte Begleiter würde sämtliche IK-Artikel im Internet seit mehreren Jahren wie ein Schweizer Uhrwerk kommentieren – „immer negativ“, unterstrich Thielemann, dem selbst online schon schlimme Wochen prophezeit wurden. Sein Spieler Jan-Patrick Schön hätte den Dauer-Nörgler aus dem World Wide Web schon mal zur Rede gestellt. Ohne Ergebnis. Nun nahm der Coach den tollen Ausklang 2018 zum Anlass, um eine Bitte zu äußern: „Er soll bitte weitermachen. Damit wir dienstags beim Training immer etwas zu lachen haben. Außerdem nimmt er mir meine Arbeit in der Kabine ab. Die Kommentare sind wunderbar zum Motivieren.“ Doch Thielemann sei auch jederzeit bereit, mal bei einem Bierchen von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren...

Noch einmal zum VfL Wahrenholz. Das Erfolgsgeheimnis lag vielleicht in der besonderen Spiel-Vorbereitung am Freitagabend begründet. Da war die Mannschaft geschlossen nach dem Abschluss-Training zur Extra-Einheit auf die Kegelbahn im Gasthaus Schönecke gewechselt. „Als ich um Mitternacht abgehauen bin, waren die Jungs gut im Gange. So soll es auch sein“, grinste Coach Thorsten Thielemann. Nur gut, dass das Taterbusch-Team beim Halali keine ruhige Kugel schob. Dabei mussten die Schwarz-Gelben kurzfristig die Mittelfeld-Zentrale neu besetzen, weil Jan Reitmeier ausfiel. Stattdessen feierte Yannick Kutscher sein Startelf-Debüt auf der Sechser-Position. Als gelernter Innenverteidiger. „Alle haben erwartet, dass ich Yannick neben Chris Hartmann in die Abwehr stelle. Aber ich wollte das Duo mit Daniel Müller nicht auseinanderreißen.“ Kutscher hätte beim MTV Gifhorn eine gute Ausbildung genossen und seine Rolle als Dirigent gut ausgefüllt. Nach 72 Minuten war er dann aber total ausgepumpt. Thielemann: „Er hat auch schon drum gebettelt, dass ich ihn runternehme.“

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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