Fußball – Kreisliga: Brome durch 3:2-Erfolg mittendrin im Aufstiegsrennen

Thielemann lässt FCB weiter träumen

Der SV Groß Oesingen (links Eike Heers) ließ in der zweiten Hälfte beträchtlich nach, zum Sieg langte es dennoch gegen den SV Triangel.
+
Der SV Groß Oesingen (links Eike Heers) ließ in der zweiten Hälfte beträchtlich nach, zum Sieg langte es dennoch gegen den SV Triangel.
  • VonJannis Klimburg
    schließen

Isenhagener Land – Während der SV Groß Oesingen und FC Brome freudestrahlend die Plätze verließen, mussten die beiden anderen Nordkreis-Teams – der Wesendorfer SC und SV BW Rühen – in der Fußball-Kreisliga mit bitteren Rückschlägen umgehen.

SV Groß Oesingen – SV Triangel 2:1 (2:0)

Generalprobe gelungen! Der SV Groß Oesingen scheint gewappnet für das Pokal-Halbfinale am Mittwoch in Barwedel. Von dem nicht mehr allzu großen Interesse für die Meisterschaft war beim SV Groß Oesingen nichts zu sehen – zumindest in der ersten Hälfte. „So stelle ich mir das vor. Wir haben den Ball ordentlich laufen lassen“, lobte Torben König seine Schützlinge. Der Trainer des SV Groß Oesingen forderte im Vorfeld, dass seine Jungs die Köpfe frei bekommen. In der Anfangsphase haben sie das hinbekommen. Gleich nach vier Minuten schon, als Ben-Lukas Wiegmann nach Vorarbeit von Niklas Dierks mit viel Schmackes zum 1:0 vollendete. Auch in Folge war der SVGO spielbestimmend, legte nochvor dem Pausentee das 2:0 nach. Diesmal eine Koproduktion der Heers-Brüder. Zuerst scheiterte Arne mit einem Kopfball, doch Eike schob danach ein (40.). Mit den Gedanken wohl schon beim Pokalspiel, ließ der Gastgeber in Durchgang zwei nach. „Wir haben die Führung leider nur schon kräfteschonend verwaltet“, seufzte König, der den Anschlusstreffer durch Benjamin Peter mit einem leichten Kopfschütteln registrierte (67.). Doch eine weitere Sturm- und Drangphase der Gäste blieb überraschend aus. Stattdessen ergaben sich einige Konterchancen für die Mannen von König. Allerdings behielten Wiegmann und Co. keinen kühlen Kopf. Was aber auch nicht weiter schlimm war, weil es beim knappen Vorsprung blieb. „Wir gehen jetzt mit einem guten Gefühl ins Halbfinale“, blickte König bereits auf den kommenden Mittwoch voraus.

SV Meinersen – Wesendorfer SC 5:0 (1:0)

Ein 0:5 schaut erst einmal nach einer einseitigen Niederlage aus. Zumindest auf dem Papier und im Internet. Vermeidbar war sie für den Wesendorfer SC auf alle Fälle. Denn in Abschnitt eins begegneten sich die beiden Teams noch auf Augenhöhe, die Gäste kreierten sogar die besseren Chancen. Doch das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Auf der anderen Seite blieb die SV Meinersen bei ihrer einzigen Möglichkeit eiskalt. Adrian Wagner verwandelte einen Foulelfmeter. „Wir haben nicht viel angesprochen in der Halbzeit. Nur das die Jungs eben ihre Chancen nutzen müssen“, meinte Wesendorfer Co-Trainer Hans Götz. Gesagt, nicht getan. Wieder blieben einige Hochkaräter ungenutzt. Der Ausfall von Torjäger Waldemar Bier schmerzte nun noch mehr. Und ein gutes altes Fußball-Sprichwort sagt: Wenn du vorne die Dinger nicht machst, bekommst du sie hinten rein. So war es auch in Meinersen. Der WSC leistete sich einfache Fehler und die Hausherren erhöhten auf 2:0 beziehungsweise 3:0. Allerdings sollte es noch dicker kommen. Denn Gäste-Keeper Vitali Spack holte sich nach einer Notbremse die Rote Karte ab. „Da war der Drops endgültig gelutscht“, meinte Götz, der noch zwei weitere Gegentore resignierend mitansehen musste.

TuS Müden-Dieckhorst – FC Brome 2:3 (2:2)

„Das war schon ein ordentlicher Hammer“, strahlte Mark-Oliver Schmidt bis über beide Ohren.

Platz eins noch im Sichtfeld: Der FC Brome bleibt nach dem 3:2 in Müden oben dabei.

Der Trainer des FC Brome bezog sich auf den späten Siegtreffer von Jannik Thielemann. Der Stürmer zirkelte vom Sechszehnereck das runde Leder wunderschön ins lange Eck. Großer Jubel herrschte natürlich bei den Burgherren. Doch der Lautstärkepegel war noch nicht am Klimax angekommen. Noch mehr Lärm machten die Anhänger der Gäste, als Tim Schulze in der Nachspielzeit einen Strafstoß von Christian Jungmichel parierte. „In den letzten drei Jahren hätten wir das Spiel mit Sicherheit verloren. Jetzt haben wir auch endlich mal Glück gehabt“, schnaufte Schmidt nach dem Schlusspfiff durch. Baldrian wäre wohl hilfreich gewesen nach einer turbulenten Partie. Denn auch die erste Hälfte hatte mit vier Treffern und einem ewigen Hin und Her viel zu bieten. „Am Ende sind wir der glückliche Sieger. Aber das ist uns auch mal ganz Recht“, schmunzelte Schmidt mit zufriedener Miene.

TSV Hillerse II – SV BW Rühen 2:2 (0:2)

Es ist zum Haare raufen. Alles sah nach einem lockeren Auswärtssieg aus für den SV BW Rühen. Aber nur 45 Minuten lang. „Die Jungs haben die Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Wir hätten sogar schon höher führen müssen“, sagte Rühens Interimstrainer Rene Boße zur ersten Hälfte. Connor-Mirco Drechsler und Christopher Ramolla brachten die Gäste zunächst auf die Siegerstraße, ehe nach dem Seitentausch ein langer Tiefschlaf folgte. „Ich verstehe es nicht, warum wir aufgehört haben, Fußball zu spielen“, rätselte Boße. Die Folge: Der Zweitvertretung aus Hillerse gelang nach einer Ecke zunächst der Anschluss und drei Minuten vor Ultimo sogar noch der Ausgleich. „Das passiert dann eben, wenn du dem Gegner zu viele Räume lässt“, schüttelte Boße ungläubig mit dem Kopf. „Damit haben wir uns um den verdienten Lohn gebracht.“

VON JANNIS KLIMBURG

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare