Fußball – Bezirksliga: Vorhops Ex-Coach übernimmt im Sommer Wahrenholz / „Es hat alles gepasst“

Thielemann gewinnt VfL-Casting!

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Unter Thorsten Thielemann soll Wahrenholz (l. Marco Saretzki) in der neuen Saison wieder den Vorwärtsgang einlegen.

Wahrenholz. Wie schwer dem VfL Vorhop die Trennung von Thorsten Thielemann wirklich gefallen ist, wurde erst ein Vierteljahr später so richtig deutlich.

Denn ausgerechnet Vorhops Vorsitzender Nicky Urbanitsch gab dem benachbarten Fußball-Bezirksligisten VfL Wahrenholz das Empfehlungsschreiben, bei der Nachfolger-Suche für das abwandernde Gespann Torben Gryglewski/Benjamin Wrede auch seinen Ex-Trainer in Erwägung zu ziehen. „Nicky meinte, Thorsten würde gut zu uns passen – er hatte Recht“, schmunzelt Stefan Frommelt. Denn am Freitagabend verkündete der Wahrenholzer Spartenleiter der Mannschaft, dass Thielemann im Sommer das Ruder in die Hand nehmen wird. Der Bromer hat, durchaus überraschend, am Taterbusch das Coach-Casting gewonnen!.

„Wir hatten Gespräche mit zehn bis zwölf Trainern“, offenbarte Frommelt. „Der ein oder andere hat sich selbst rauskatapultiert, weil er nicht den Eindruck machte, mit Herzblut dabei zu sein.“ Nicht so Thielemann. In mehreren Etappen saßen die Wahrenholzer Verantwortlichen und der Kandidat in Summe dreieinhalb Stunden zusammen, bei einer Runde war auch der Mannschaftsrat mit Chris Hartmann, Lars Koch und Daniel Müller zugegen. „Es muss bei uns menschlich passen“, unterstreicht Frommelt. Und den Eindruck gewannen die VfL-Oberen bei den Sondierungsgesprächen. „Es hat alles gepasst. Wir sind auf einen Nenner gekommen.“ Andersherum genauso. „Ich will immer ein Gefühl dafür bekommen, wie man mit den Leuten klar kommt – und das war sehr positiv“, so Thielemann. „Ich muss mich wohlfühlen.“ Das familiäre, enge Umfeld bei den Schwarz-Gelben ähnele der Gemeinschaft in Vorhop.

Nicht die einzige Parallele. Wie schon bei seinem bisherigen Club wird er am Taterbusch mit seinem Co-Trainer Mirko Rehders zusammenarbeiten und am kommenden Samstag bei einem Team-Treffen alle Spieler kennenlernen und sein Konzept vorstellen.

Natürlich sei die Bezirksliga für ihn „Neuland“, gibt Thielemann unumwunden zu. Bei seinem Heimatclub Brome arbeitete er schon einmal eine Saison auf diesem Niveau als Chefcoach – das ist viele Jahre her. „Ich muss mir langsam ein Bild machen.“ Die fehlende Erfahrung war für Frommelt und Co. überhaupt kein Kriterium – der Spartenleiter verweist auf das Beispiel Marco Propfe, der künftig den Konkurrenten SV GW Calberlah übernehmen wird (siehe Text links). Ziel sei es, wieder unter die Top Sechs vorzustoßen.

Logisch: Für Thielemann ist die neue Herausforderung reizvoll. „Ich freue mich darauf. Das ist eine ganz andere Welt, eine andere Stufe.“ In den kommenden Wochen und Monaten will er sich sukzessive an die Aufgabe herantasten. Dazu zählt auch die Kaderplanung: Das Gros des Teams werde auf jeden Fall zusammenbleiben.

Von Ingo Barrenscheen

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