Hankensbüttelerin Anna Klasen mit Phillippa Preugschat im Doppel

Tennis-Ass Anna Klasen gewinnt in Schweden ITF-Doppeltitel

Anna Klasen und Phillippa Preugschat posieren mit ihren Preisen.
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Der Blick in diese Glaskugeln hatte sich nicht wirklich angebahnt für Anna Klasen (r.) und Phillippa Preugschat.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Helsingborg/Hankensbüttel – Alter Schwede! Manchmal ergibt sich aus Zufällen etwas Großes. So wie im Fall von Anna Klasen und ihrer Tennis-Ziehschwester Phillippa Preugschat. Überraschend hat das Tandem beim ITF-Turnier im schwedischen Helsingborg den Doppel-Wettbewerb gewonnen. Dabei hatte die Hankensbüttelerin diese Konkurrenz eigentlich gar nicht auf dem Schirm.

„Ich wollte mich eigentlich dort auf das Einzel konzentrieren“, erklärte Klasen im Nachgang an den unverhofften Triumph. Doch spontan sei ihre Freundin aus Hamburg mitgekommen. Preugschat ist erst seit gut einem Jahr auf der internationalen Tour unterwegs, hat bislang kaum Erfahrungen auf diesem Niveau gesammelt. Also schlug ihr Klasen vor, zusammen Doppel zu spielen. „Ich wollte ihr helfen, weil Phillippa noch kein Ranking hat. Das hat zum Glück geklappt.“ Als 16. und letztes Gespann rutschte das Hamburger Duo gerade noch in die Setzliste.

Und legte dann einen Hartplatz-Husarenritt hin. „Wir haben uns von Runde zu Runde mehr und mehr eingespielt und auch gesteigert“, schilderte Klasen. Ihre Partnerin hätte „Sachen toll angenommen“. Nach einem 6:2, 7:6 gegen das estische Doppel Anet Angelika Koskel/Katriin Saar und einem 7:6, 6:1 gegen die Schwedinnen Ida Johansson/Alice Widell standen die Außenseiterinnen bereits im Halbfinale. Und erhielten ab dort moralische Unterstützung von Marco Kirschner: Klasens Freund und Preugschats Trainer. „Er hat uns supportet. Mit der Unterstützung hat es echt geklappt“, staunte die gebürtige Hankensbüttelerin selbst ein wenig. Die Deutschen schalteten mit Caijsa Wilda Hennemann/Fanny Ostlund das an Position eins gesetzte Favoriten-Paar mit 4:6, 6:4, 10:7 aus und behielt auch im Endspiel-Krimi gegen Tatiana Barkova/Natalia Szabanin (Russland/Ungarn) mit 1:6, 6:3 und 11:9 die Nerven. Als Lohn gab es eine „sehr, sehr schöne Vase“ für die heimische Vitrine. Und natürlich einen ITF-Titel. Für die Novizin an Klasens Seite (sie war bereits Ende Oktober in ihrer Wahlheimat Hamburg bei einem mit 25 000 US-Dollar Challenger bis ins Doppel-Halbfinale mit der Kroatin Mariana Drazic vorgedrungen) der erste überhaupt. „Ein echtes Highlight. Wir haben uns sehr gefreut.“

Zumal Klasen sich damit selbst ein Vorab-Geschenk machte zwei Tage vor ihrem 28. Geburtstag. Sie sprach von einer „sehr, sehr runden Woche“ in Helsingborg. Immerhin stieß sie auch im Einzel bis ins Viertelfinale vor. Nach zwei starken Auftritten unterlag sie der Lokalmatadorin Fanny Ostlund in drei Sätzen (6:7, 6:1, 1:6). Seit dieser Woche spielt sie ein weiteres internationales Turnier im luxemburgischen Petange – dieses Mal im Zusammenspiel mit der Niederländerin Isabelle Haverlag.

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