SSV präsentiert Nachfolger für Waldemar Bier

Gültekin Gültas wird Trainer beim SV Sprakensehl - mit dem Ziel Aufstieg

Gültekin Gültas (r.), hier noch als Trainer des TSV Bergfeld in der 1. Kreisklasse, strebt als neuer Chefcoach des SV Sprakensehl den Aufstieg in der kommenden Saison an.
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Da will er wieder hin: Gültekin Gültas (r.), hier noch als Trainer des TSV Bergfeld in der 1. Kreisklasse, strebt als neuer Chefcoach des SV Sprakensehl den Aufstieg in der kommenden Saison an.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt!? Ja, der SV Sprakensehl habe sich zwischenzeitlich auch nach anderen Kandidaten umgehört, gibt Spartenleiter Bastian Schrader ehrlich zu. Letztlich fiel die Entscheidung doch auf die (naheliegende) interne Lösung. Der Fußball-Klub aus der 2. Kreisklasse wird künftig von Gültekin Gültas gecoacht und hat Großes vor.

Der A-Lizenz-Inhaber wird damit zum Nachfolger für den zum SSV Kästorf II abgewanderten Trainer Waldemar Bier. Es sei „zu einfach“ gewesen, direkt die Option mit Gültas zu ziehen, meinte Schrader. Der mittlerweile 50-Jährige, mit hochklassiger Erfahrung als Spieler wie Trainer ausgerüstet, hatte sich nach Biers Abgang als Interims-Coach bereitgehalten, sollte sich niemand finden. „Wir hatten die Option in der Hinterhand. Aber wir wollten ihn nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Nach dem Motto: Wir haben da wen, er macht das, fertig. Doch dann hat uns Gülti signalisiert, dass er Bock darauf hat. Aus unserer Sicht passt das perfekt, auch menschlich“, ist Schrader erleichtert, die Lücke schnell geschlossen zu haben. „Es ist ja nicht so einfach, jemanden aus dem Hut zu zaubern. Jetzt haben auch die Spieler Planungssicherheit.“

Faktor Zeit und Freundschaft

Gültas selbst erklärte, er habe mittlerweile wieder „mehr Zeit“ als Ende 2019, wo er aus privaten Aspekten beim TSV Fortuna Bergfeld ausschied. Die langjährige Verbindung etwa zu alten Weggefährten wie Joseph Glassmann tat ihr Übriges. Der frühere Oberliga-Spieler des VfL Wolfsburg (siehe auch Info-Kasten) trug zuletzt zum bereits zweiten Mal das schwarz-gelbe Dress, nachdem er sich 2015 schon einmal für das Unternehmen Kreisliga-Klassenerhalt hatte reaktivieren lassen vom SSV.

Dank einiger Neuzugänge heißt die klare Zielrichtung 1. Kreisklasse

Apropos: Sprakensehls Blick richtet sich unter dem neuen Zugpferd mit der „Pferdelunge“, wie er selbst sagt, auch wieder nach oben. Dem Verlust von Bier und Christodoylos Kalotrapesis (er folgt seinem bisherigen Coach nach Kästorf) stehen bislang schon vier hochkarätige Neuzugänge gegenüber. Konkrete Namen wollten die Verantwortlichen (noch) nicht nennen. Sehr wohl aber die eindeutige Stoßrichtung in der neuen Spielzeit. „Wenn dann machen wir es richtig. Wir wollen eine neue Mannschaft um den Kern herum aufbauen“, unterstreicht Gültas. Schrader konkretisiert: „Das Ziel ist definitiv der Aufstieg. Das kann ich so ruhigen Gewissens raushauen.“

Das Ziel ist definitiv der Aufstieg. Das kann ich so ruhigen Gewissens raushauen.“

Sprakensehls Spartenleiter Bastian Schrader

Gültas wünscht sich wieder einen volleren Sportplatz in Sprakensehl

Gültas selbst ist zwar noch fit, künftig will er sich aber auf die Rolle an der Seitenlinie beschränken und wenn nur noch für die VfL-Traditionsmannschaft kicken, sagt er. Und viel mit dem Ball arbeiten lassen. Damit die Vision 1. Kreisklasse direkt Realität wird. Gültas erinnert sich gern an sein erstes Engagement beim SSV: „Früher waren in Sprakensehl teils 300 Leute beim Spiel. Jetzt sind es mal 40 oder 50. Das soll alles wieder besser werden.“

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