Fußball – Kreisliga: Rühen will Bromes Titelchancen schmälern

„Die Suppe versalzen“

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Sie haben es schon einmal gemacht: Im Hinspiel düpierten die Rühener (l. Dominik Feind) den FC Brome (Riaan-Philipp Schmidt) mit 3:1.

Rühen – Die eigenen Chancen auf den Titelgewinn sind durch das zuletzt abhanden gekommene Sieger-Gen nur noch geringer Natur.

Doch der SV BW Rühen könnte auf der Saison-Zielgeraden der Fußball-Kreisliga zumindestzum Zünglein an der Titel-Waage respektive Spielverderber avancieren. Und was gäbe es Schöneres, als ausgerechnet dem Lokalrivalen FC Brome mit einem Heimsieg am Sonntag (15 Uhr) „die Suppe zu versalzen“, unterstreicht auch Interims-Coach René Boße.

Denn auch wenn es die Burgherren anders sehen mögen durch die fehlende Historien-Tiefe (Trainer Mark-Oliver Schmidt: „Dafür ist das Duell noch zu jung“) zwischen beiden Clubs: „Für uns ist es ein Derby, und so werden wir auch auftreten“, bekräftigt Boße. Und um diese Prestige-Duelle auch in der kommenden Spielzeit genießen zu können, ist der Aufsteiger natürlich bestrebt, den Nachbarn nicht in höhere Sphären entschwinden zu sehen.

Auch mit Blick auf die lokale Hackordnung. „Wenn wir schon nicht aufsteigen, wollen wir zusehen, dass Brome in der Liga bleibt – damit wir uns nicht anhören dürfen, dass sie wieder die Nummer eins in der Samtgemeinde sind...“ Eine Intention, die Schmidt nur allzu gut „nachvollziehen“ kann. „Das ist ja ganz normal, das würde ich auch so machen. Es hätte mich auch überrascht, wenn die Rühener sagen würden, wir lassen Brome aufsteigen“, sagt der Dirigent des FCB-Fußballorchesters.

Unter den teils befreundeten Spielern beider Lager sind dann auch schon die ersten Sticheleien in Gang gekommen. Wobei Rühen wohl gemerkt gleiches Recht für alle im Visier hat: Am letzten Spieltag gastiert mit dem VfL Knesebeck ein weiterer Meisterschafts-Aspirant im Waldstadion, auch der soll gepiesackt werden.

Aber erst einmal zählt nur das jungfräuliche Derby. Nachdem es in den vergangenen fünf Pflichtspielen, zumindest in den klassischen 90 Minuten, nicht zu einem Sieg reichte, hat sich der Tabellenvierte Rühen vorgenommen, „die letzten vier Spiele so positiv wie möglich zu gestalten“, sagt Boße. Und dann zu schauen, wofür es unterm Strich reicht.

Bei Brome wiederum scheint neuerdings das eingangs erwähnte „Sieger-Gen drin zu sein“, hat Schmidt registriert. Gegen Vorhop und Müden feierte seine Riege Last Minute-Erfolge. Ein bisschen Bayern-like. Das stärkt das Selbstvertrauen. Der FCB könne derzeit offenbar immer den Lucky Punch setzen. Schmidts Bauchgefühl bei Rühen sagt hingegen, „dass sie nicht mit so breiter Brust wie im Hinspiel auftreten werden.“ Mal schauen...

VON INGO BARRENSCHEEN

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