Vom Schreibtisch vor den Fernseher

Super Bowl: Nordkreis-Duo setzt auf Bradys Buccaneers

Tom Brady, Quarterback der Tampa Bay Buccaneers
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Blickt gebannt auf seinen zehnten Super Bowl: Quarterbeck-Legende Tom Brady von den Tampa Bay Buccaneers.
  • Rouven Peter
    vonRouven Peter
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Es ist das Sportereignis schlechthin – in den USA und vielleicht sogar auf der gesamten Welt. In der Nacht zu Montag steigt der 55. Super Bowl. Die vielen Football-Verrückten müssen in Zeiten des Lockdowns auf Partys verzichten.

  • Trotz Klausurenphase: Gucken des Super Bowls ist Pflicht für Jona Hallmann.
  • Chicken Wings trifft auf Couch-Charakter.
  • Tipp: Brady könnte ein entscheidender Faktor werden.

Isenhagener Land – Verteidigen die Kansas City Chiefs um Star-Quarterback Patrick Mahomes ihren Titel oder macht Altmeister Tom Brady im Trikot der Tampa Bay Buccaneers einen Strich durch die Rechnung? Die Football-Welt blickt gespannt auf das NFL-Finalspiel in Tampa in der Nacht von Sonntag auf Montag (0.30 Uhr/Live auf ProSieben).

Spielte selbst bei den Wolfsburg Blue Wings Football: der Radenbecker Jona Hallmann.

„Ich bin für die Buccaneers“, sagt der Radenbecker Jona Hallmann. Eigentlich ist er Fan der New England Patriots. Dass er die Daumen für Tampa Bay drückt, kommt aber nicht von ungefähr, so laufen die Ex-Patriots Brady und Rob Gronkowski für den Super Bowl-Teilnehmer auf. Hallmann selbst spielte bis vor einem Jahr auch Football für die Wolfsburg Blue Wings. Der ehemalige Tight End hatte studienbedingt aufgehört. Aktuell steckt Hallmann mittendrin in der Klausurenphase – doch den Super Bowl lässt er sich nicht nehmen. Auch Chris Sonderhoff, Weggefährte von Hallmann bei den Blue Wings, schaltet ein und hofft auf einen Sieg der Buccaneers. „Das wäre cool im eigenen Stadion“ findet der Knesebecker, der aber primär „auf ein spannendes Spiel“ hofft.

22.000 Fans im Stadion

Während beim Spiel um die Vince Lombardi-Trophy immerhin 22.000 Zuschauer im Raymond James Stadium zugelassen sind (darunter 7500 aus dem Gesundheitswesen, die von der NFL eingeladen wurden), müssen sich die Fans am Fernseher um Alternativen umsehen.

Normalerweise schaut sich auch Hallmann mit mehreren Freunden das Großereignis an – in diesem Jahr guckt er jedoch mit einem Uni-Kumpel. „Morgens lernen wir, dann gucken wir Football“, erklärt er seinen Plan für Sonntag respektive Montag. Denn schon am Dienstag steht die nächste Klausur an. Das eine oder andere kühle Getränk fällt damit weg – ein Essen mit einem Hauch von amerikanischen Flair landet dafür auf dem Tisch. Für Chicken Wings und Pommes sind im Hause Hallmann gesorgt. Ein Klassiker zum Super Bowl, möge man meinen.

Entspannt auf dem Sofa

Etwas gemächlicher sieht es bei Sonderhoff aus, der das Spiel ganz entspannt auf der Couch verfolgt. Mit seiner Nachtschicht kann er das Spiel bestens vereinbaren, „da passt alles“. Deftiges zum Essen oder etwas Spezielles zum Trinken wird es nicht geben. „Wenn man unter vielen Leuten ist, ist das okay“, findet Sonderhoff. Doch das fällt corona-bedingt flach.

„Tom Brady pusht die Mannschaft. Das kann ein Vorteil sein.“

Timon Hallmann

Aktuell müssen auch seine Blue Wings pausieren, für die er noch immer spielt – auch wenn er nach der Geburt seiner Tochter kürzertreten wollte. Der Knesebecker, der als Quarterback und Kicker fungiert, spielt schon seit 2017 für Wolfsburg. „Das macht schon Spaß“, erklärt er. Aktuell steht aber nur eine virtuelle Theoriestunde am Mittwoch an. Sonderhoff: „Da beschnacken wir Spielzüge.“

Hoffnung auf Tom Brady

Und wer gewinnt? Der Titelverteidiger Kansas City geht als Favorit in die Partie, doch Hallmann hält einen Sieg von Tampa Bay nicht für unmöglich. „Tom Brady pusht die Mannschaft. Das kann ein Vorteil sein“, glaubt der Student.

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