SV Tülau-Voitze plant neue Sparten: Tischtennis und Radfahren / Vorstandsposten vakant

„Stimmung im Verein ist positiv“

Sie prägten das Jahr 2014 ganz besonders: Der SV Tülau-Voitze zeichnete erfolgreiche und verdiente Sportler – wie die B-Juniorinnen – aus seinen Reihen aus. Foto: Täger

at Tülau/Voitze. Gute Entwicklung, viele Pläne: Der Vorstand des SV Tülau-Voitze zog eine positive Bilanz bei der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Gasthaus Glupe. Deutlich wurde, dass der Verein weiter wachsen möchte.

Mit Blick auf die Entwicklung seit dem 100-jährigen Bestehen vor drei Jahren sieht der Vorsitzende Michael Timm den SV auf Kurs. „Die Stimmung im Verein ist wieder positiv“, sagte er. Auch nach außen werde der Club wieder positiv wahrgenommen. Ein Merkmal dafür: Seit 2011 ist die Mitgliederzahl von 402 auf aktuell 430 gestiegen.

Besonders die Tanzsparte habe sich „grandios entwickelt“. Inzwischen tanzen 34 Paare in zwei Gruppen mit den mehrfachen Landesmeistern Rosa und Valerio Aiuto. Die beiden Turniertänzer wurden – wie ebenfalls Damen-Gymnastikspartenleiterin Heike Schunke – vom SV mit dem Titel „Sportler des Jahres“ geehrt. Die Sparte wird neuerdings von Enza Sole und Evi Buchholz geleitet.

Timm stellte außerdem gleich mehrere „Ballons“ vor, die 2015 gestartet werden könnten. Ein Plan: Der SV könnte „als Arbeitgeber“ auftreten und Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr werden. In dem Zuge könnte die neugeplante Tischtennis-Sparte möglicherweise auch als Schulsport angeboten werden. Eine Radlersparte soll ab Frühjahr starten. Gemeinsam mit dem FC Parsau soll zudem ein „Kita-Cup“ ausgerichtet werden.

Werner Vodde – Kassierer, Fußball-Spartenleiter und Trainer der Herren in Personalunion – zeigte sich in seinem Bericht zufrieden mit der Entwicklung: „Es macht wieder Spaß, in Tülau Fußball zu spielen“, hielt er fest. Auch die Zuschauer-Resonanz sei gut. Einzig die Altsenioren hätten derzeit Personalprobleme.

Trotz der guten Situation mahnte Vodde, künftige Schwierigkeiten im Mannschaftssport nicht außer Acht zu lassen: „Wir werden in den nächsten Jahren unheimlich Probleme bekommen, die Mannschaften mit Aktiven zu besetzen.“ Als Gegenmittel nannte er etwa eine gute sportliche Positionierung und Werbung. Torsten Jackwerth, Jugendfußballleiter, sah den Verein mit derzeit acht Jugendteams „recht gut für die Zukunft aufgestellt“. Darauf ausruhen könne man sich aber nicht, schloss er sich Vodde an.

Schwierig gestalteten sich die Vorstandswahlen. Timm wurde einstimmig im Amt bestätigt. Allerdings fand sich weder ein Nachfolger für Lothar Hilmer als zweiter Vorsitzender noch für Rita März als erste Schriftführerin – was durchaus für Enttäuschung unter einigen Vereinsmitgliedern sorgte. Beide Ämter bleiben zunächst vakant. Auf einer außerordentlichen Sondersitzung will Timm einen Kandidaten „aus dem Wolfsburger Raum“ vor- und zur Wahl des zweiten Vorsitzenden stellen. Dieser werde, im Falle einer Wahl, „natürlich auch in den Verein eintreten.“

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