SV Langwedel zieht nach Pfingstsportfest positive Bilanz / Viele Zuschauer, aber wenig Teams

In der stillen Heide geht die Post ab

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Abgeschüttelt: Der SV Langwedel (l. Merlin Hartmann) wurde bei seinem Pfingstsportfest Zweiter vor dem FC Oerrel.

Langwedel. Der Hamburger SV vor dem großen FC Bayern und dem VfL Wolfsburg!? Ein wenig stand die Fußball-Welt am Montag zum Abschluss des Pfingstsportfestes des SV Langwedel auf dem Kopf.

Doch augenscheinlich beflügelt vom vorläufigen Nichtabstieg ihrer Lieblinge setzte sich eines der zwei HSV-Miniformate beim Bundesliga-Fan-Turnier der Jugend durch. Spaßiger Schlusspunkt von vier vergnüglichen Tagen. Langwedel, eine Perle!.

In der Stillen Heide ging es so gar nicht leise zu. Speziell die D-Junioren der JSG Isenhagen (siehe Extra-Bericht) erwiesen sich als echte Publikumsmagneten: Sowohl zum Auftakt als auch zum Ausklang des Pfingstsportfestes säumten rund 150 Zuschauer den Sportplatz. „Wir haben viele Stammbesucher“, freute sich der SVL-Vorsitzende Frank Zergiebel über die Resonanz. Immerhin sei das Sportfest eine „Haupt-Einnahmequelle“ für die Schwarz-Weißen. Ergo dürfte die Kasse einen kräftigen Schub bekommen haben...

Wermutstropfen waren allenfalls die überschaubare Teilnehmer-Zahl bei den zwei Fußball-Turnieren am Sonntag. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren beteiligten sich jeweils nur drei Teams. „Für uns herrscht das Problem, dass an Pfingsten viele Schützenfeste sind. Da würden wir uns mehr Zuspruch wünschen“, meinte Zergiebel. Bei den Frauen setzte sich erwartungsgemäß die Abordnung von Landesligist VfL Wahrenholz (4 Punkte/3:0-Tore) vor dem Hoitlinger SV (3/1:3) und Langwedels Lokalmatadorinnen (1/0:1) durch. Die Herren spielten indes eine Hin- und Rückrunde: Dabei ließ der SV Groß Oesingen (10/12:0) nichts anbrennen, der gastgebende SVL (5/3:3) landete vor dem FC Oerrel (1/1:13).

Von Latten- zu Bretterknallern: „Wir hatten zwei sehr gute Abendveranstaltungen“, freute sich Zergiebel. Bis morgens um 6 Uhr ging es im Zelt rund. Von daher zog der Vorsitzende ein positives Fazit: „Es gibt Sportfeste, die liegen vom Termin günstiger und haben nur die Hälfte an Zuschauern.“

Viele Neugierige verfolgten auch das Langwedeler Bundesliga-Finale am Montag. „Eine nette Sache“, befand Andreas Schiller. Das Team Hamburger SV II setzte sich dank des besseren Torverhältnisses vor Bayern I durch. Dieselbe Reihenfolge dahinter: HSV I vor Bayern II. Die punktlose Schlussleuchte bildeten die Anhänger des VfL Wolfsburg. Nebenbei durfte sich der Nachwuchs beim Kinderbiathlon vergnügen: Dort räumten Ole Mats (Oerrel/6 Jahre), Julia Bösche (Oerrel/10) und Timo Schrader (Blickwedel/12) die Pokale ab.

Von Ingo Barrenscheen

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