Handball – Oberliga Herren: Neuling Wittingen fühlt sich gerüstet für Auftakt

Startbereit: VfL kann loslegen

Mit diesem Aufgebot gehen die Handball-Herren des VfL Wittingen das Abenteuer Oberliga an: hintere Reihe v. l.: Stefan Tietz, Torben Hildebrandt, Lars Schulz, Johann Schultze, Marten Schultze, Janosch Kochale, Kai Lemke, Kai Eschert, Alexander Busch, Trainer Axel Bühlow; vordere Reihe v. l.: Malte Drangmeister, Malte Sültmann, Sebastian Schulze, Timo Kiehm, Bastian Albrot, Christopher Witzke, Torben Banse und Lars Erxleben. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Es war ein Freitag. Zwar nicht der 13. Trotzdem wird Janosch Kochale das Training vor acht Tagen innerlich verflucht haben.

Der Handballer des VfL Wittingen verletzte sich am kleinen Finger, wird wegen einer Knochenabsplitterung den Auftakt in die Oberliga-Saison gegen den Lehrter SV (heute, 19. 15 Uhr) verpassen.

Kochale, ein Pechvogel wie Marco Reus? Der Dortmunder Fußballer hatte einen Tag vor dem Abflug nach Brasilien seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft quittieren müssen. „Nein“, winkt Trainer Axel Bühlow ab. So schlimm wäre es ja wirklich nicht. „Es ist sicher ärgerlich für Janosch. Schließlich hat er zwei Monate hart für den Start gearbeitet. Aber auf eine Weltmeisterschaft muss du immer vier Jahre warten. Und Janosch wird uns wohl nur einige Wochen fehlen“, ist Wittingens Coach optimistisch.

Zudem macht Bühlow seinem Rückraum-Scharfschützen Mut. Das nächste Auftakt-Spiel der Wittinger in der Oberliga werde Kochale sicher miterleben. „Darauf müssen wir nicht vier Jahre warten. Und wenn Janosch sich nicht beruflich verändert, wird er dann auch dabei sein“, sagt Bühlow.

Denn vom Klassenerhalt seiner Mannschaft ist der Wittinger Coach vollauf überzeugt. Welche Teams die Brauereistädter dann hinter sich lassen, kann er nicht sagen. Das wäre vor dem Start in die Saison noch zu früh. „Wir sollten gegen jeden Gegner einmal gespielt haben, um zu wissen, welche Mannschaft uns liegt und welche nicht“, bleibt Bühlow zurückhaltend. Zu den Top-Teams zählt er neben Auftaktgegner Lehrter SV auch noch die Mannschaften des VfL Hameln, des TV Jahn Duderstadt und des MTV Vorsfelde.

Für sein Team wäre es im ersten Schritt wichtig, ein positives Zeichen zu setzen. „Wir wollen einen guten Start hinlegen, schnell Punkte sammeln und möglichst wenig mit den Abstiegsplätzen zu tun haben“, sagt Bühlow, der sich eine positive bis ausgeglichene Bilanz aus den ersten Spielen wünscht.

Nach den Heimspielen gegen Lehrte und Alfeld sowie der Auswärtsaufgabe in Helmstedt-Büddenstedt sollten mindestens drei Zähler verbucht sein. Eine 4:2- oder 6:0-Bilanz würde er aber auch annehmen, schmunzelt Bühlow.

Die Weichen dafür sind gestellt. „Von der Fitness sind wir gut drauf. Vom spielerischen eigentlich auch. Es steht eigentlich alles. Wir können loslegen“, meinte Bühlow, dessen Team in konditioneller Hinsicht „noch eine Schippe drauflegte und eher mit dem Ball“ anfing.

Beides wird wichtig sein. Ohne Frage. Wittingens Coach mahnt noch etwas anderes an. „Wir müssen uns an die Härte gewöhnen“, glaubt Bühlow an einen deutlich raueren Wind. „Das ist aber eine Kopfsache“, sagt er und erklärt, dass es zu Saisonbeginn auch auf ihn ankommen wird. „Ich muss die Jungs motivieren, dass sie weiter dahin gehen, wo es weh tut.“ In wenigen Wochen gilt das auch wieder für Janosch Kochale.

Von Matthias Jansen

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