Fußball: Erfolgreiche Bestandsaufnahme vom bisherigen Jugendleiter Sven Hardel

So stark war JSG Isenhagen noch nie!

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Schlag ein! Die JSG Isenhagen war in der abgelaufenen Saison so erfolgreich wie nie. Die B-Jugend etwa wurde Bezirksliga-Vizemeister.

Hankensbüttel/Knesebeck – Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Nun ja, so ganz hat Sven Hardel noch nicht abgedankt.

Aber zumindest ist der bisherige Jugendleiter des SV Hankensbüttel respektive der JSG Isenhagen jüngst ins zweite Glied zurückgetreten und wird die Geschicke seines jungen Nachfolgers Max Jeep in Funktion eines Jugendkoordinators gewissermaßen als Supervisor noch eine Weile überwachen. Mit dem guten Gefühl, ein florierendes Erbe hinterlassen zu haben. Denn hinter der Jugendspielgemeinschaft liegt die beste Saison seit der Gründung 2013.

Der neue Vorstand der JSG Isenhagen: Niko Braun (v. l./stellvertretender Jugendleiter), Bernd Schulze (Abschied nach 30 Jahren Ehrenamt beim SV Hankensbüttel), Sven Hardel (Jugendkoordinator), Max Jeep (Jugendleiter) und Rene Peters (Jugendleiter VfL Knesebeck).

Durch den Kreismeister-Titel und den damit verbundenen Aufstieg der C-Junioren (sie räumten auch noch den Kreispokalsieg ab) ist Isenhagen in der neuen Spielzeit erstmals mit zwei Mannschaften im Bezirk vertreten. Es wären sogar fast drei gewesen, wenn auch die A-Jugend noch das (sportliche) Startrecht erlangt und sich nicht nur mit dem Cup-Triumph getröstet hätte. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden. „Die kommende A-Jugend ist ein ganz heißer Titelanwärter.“ Womöglich ist die JSG also im Sommer 2020 am Ziel ihrer Träume angelangt, in allen älteren Jahrgängen auf Bezirks-Niveau vertreten zu sein. „Vorausgesetzt die beiden anderen Mannschaften halten die Klasse“, relativiert Hardel.

Der Erfolgs-Aspekt ist aber nur einer der zwei Kernpunkte in der Leitlinie der „Erfolgs-Allianz“, wie der neue Jugendkoordinator sie nennt. Die Nachwuchsspieler sollen so die „nötige Qualität und Wettkampfhärte mitbringen, wenn es in die Herren geht“. Doch die JSG Isenhagen fährt ideell zweigleisig, vergisst auch den Breitensport-Charakter nicht. Mit Ausnahme der unteren d-Jugend seien in der abgelaufenen Serie alle Altersklassen besetzt gewesen, unterstreicht Hardel. Somit hätte sich das Nordlicht hinter dem MTV Gifhorn zur zweitgrößten Kraft im Kreisjugendfußball gemausert. Ab Sommer gehen 15 Teams auf Tore- und Punktejagd.

Und das erstmals komplett unter dem Deckmantel der JSG. Bislang hatten Hankensbüttel und Knesebeck ihre Kicker von der D-Jugend abwärts noch eigenständig laufen lassen. Doch bei den Einhörnern hätte es in dem ein oder anderen Jahrgang gehakt, erklärt Hardel. „Sie spüren auch den Wandel.“ Der HSV wiederum hätte auch noch autark weiteragieren können. Nun firmieren also alle Jugenden unter Isenhagen. „Ich finde es cool, dass wir so viele Kinder haben“, freut sich Hardel. „Dass bei uns künftig 33 Trainer rumflitzen – 15 davon mit Lizenz – ist ein fantastischer Wert.“ Wer die JSG-Teams in der Saison 19/20 anleitet, können Interessierte auf der Homepage www.hsv-hankensbuettel.de einsehen.

Die Regie über die florierende Fußball-Symbiose hat Hardel nunmehr an Max Jeep (22) abgetreten. Die Rolle als Jugendkoordinator wurde neu geschaffen, um den Jungfuchs nicht vollends ins kalte Wasser zu werfen. Hardel: „Ich halte da ein wenig schützend die Hand drüber.“ Um einen seichten Übergang zu ermöglichen. Ein dickes Dankeschön richtete er noch an seinen langjährigen Weggefährten Bernd Schulze, der nach 30-jähriger ehrenamtlicher Arbeit beim HSV zurücktrat. Wohlwissend, dass die Weichen gestellt sind.

VON INGO BARRENSCHEEN

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