Reiten: Mitgliederzahl im Kreisverband Gifhorn bleibt gleich / Viele Erfolge 2018

Stagnation bereitet Baake Bauchweh

Die erfolgreichen Amazonen und Reiter des KRV Gifhorn mit dem Vorsitzenden Oliver Baake (hinten r.).
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Die erfolgreichen Amazonen und Reiter des KRV Gifhorn mit dem Vorsitzenden Oliver Baake (hinten r.).

Gifhorn – Mit einer eindrucksvollen Powerpoint-Präsentation der Erfolge 2018 eröffnete der erste Vorsitzender Oliver Baake in dieser Woche die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Pferdezucht und -prüfung.

Rund 60 Mitglieder wohnten der Bilanzrunde im Hotel Deutsches Haus bei.

Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, animierte der Gifhorner Reit-Chef die anwesenden Vereinsvertreter zu mehr Außendarstellung. Denn die Mitgliederentwicklung stagniert, unterstrich Baake. Dem Kreisreiterverband gehören aktuell 30 Reit- und Fahrvereine mit etwa 2800 Mitgliedern sowie die Pferdezuchtvereine Wittingen und Ahnsen an. Neueinstiege wie Austritte würden sich in etwa die Waage halten. Deshalb forderte er alle Vereine auf, noch mehr Werbung für den Pferdesport zu betreiben und durch mannigfaltige Aktivitäten auf sich aufmerksam zu machen. Um dies zu fördern, stellt der Verband jährlich 1.000 Euro für einen Wettbewerb unter den Reitvereinen zur Verfügung, die 2018 auch ausgeschüttet wurden. In diesem Jahr ist der 30. September Abgabeschluss.

Auch ein anderes Problem treibt Baake um. „Wir müssen irgendwann damit rechnen, dass der Pferdesport wegen Tierquälerei verboten wird, wenn die Tierschutzverbände weiterhin so eine aggressive Politik betreiben.“ Der Vorreiter warb dafür, mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, um den Tierschützern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gleichzeitig machte er den Vorschlag, mit der Gegenlobby zu reden, um Vorurteile abzubauen.

Abschließend ging Baake auch noch auf die Horst-Gebers-Stiftung ein und appellierte an alle Vereine, sich mit einem selbst erstellten Beitrag über die Zukunft des Reitsports daran zu beteiligen. Immerhin werden die besten Einsendungen mit stolzen 10 000 Euro prämiert. Geld, das jeder Verein dringend für die Jugendarbeit gebrauchen kann.

Die Kreismeisterschaften 2019 finden für Dressur, Springen und Voltigieren vom 6. bis 8. September in Meine beim RFV Papenteich statt. Die Vierkampfmeisterschaften werden auch in diesem Jahr im Oktober wieder in Gifhorn (Laufen und Schwimmen) sowie in Knesebeck (Springen und Dressur) auf der Reitsportanlage Friedrichsmühle beim Titelverteidiger ausgetragen. Die Landesmeisterschaften im Vierkampf steigen bereits vom 30. bis 31. März in Wolfsburg.

Auch Jugendwartin Jenny Nehring blickte zurück und voraus. So soll vom 30. bis 31. Mai in Winkel ein Kreiszeltlager organisiert werden. Damit habe man sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte auch in Zukunft an solchen Veranstaltungen festhalten.

Tanja Schrader berichtete anschließend über die 170 Menschen mit Behinderung im Landkreis Gifhorn und ließ noch einmal die Erfolge im Gruppenvoltigieren und Geschicklichkeitsreiten bei den Special Olympics 2018 in Kiel Revue passieren.

Sechs Teilnehmer wurden dann im Anschluss auch für ihre Goldmedaille bei den Special Olympics geehrt. Genauso wie 14 weitere Amazonen und Reiter, die bei Bezirks- und Landesmeisterschaften glänzten.

Ebenfalls vormerken können sich Reitsportinteressierte den 3. Pferdeverkaufstag der Zuchtvereine Ahnsen und Wittingen am Sonntag, 7. April, in der Wolfsburger Reithalle. Für den unmittelbar bevorstehenden Kreisreiterball am 23. Februar in der Stadthalle Gifhorn hingegen seien alle Tickets vergriffen, meinte Baake. Lediglich ein paar Restkarten könnte es noch in den Mitgliedsvereinen geben.

VON SIEGFRIED GLASOW

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