Auflagen für Individualsport

Erster Schritt in Richtung Re-Start: Wittingen und Wesendorf öffnen ihre Hallen

Ein Mund-Nasen-Schutz befindet sich auf zwei Turnschuhen inmitten einer leeren Sporthalle.
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Die Zeit der gähnenden Leere in den Sporthallen im Stadtgebiet Wittingen und der Samtgemeinde Wesendorf ist vorbei. Dem Vereins-Individualsport wird unter strengen Auflagen die Rückkehr ermöglicht.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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Mit der Stadt Wittingen und der Samtgemeinde Wesendorf öffnen die ersten Nordkreis-Kommunen ihre Sporthallen. Nur für Vereine, unter strengen Auflagen und nur für Individualsport.

  • Hallenöffnung schon vor wenigen Wochen bei der Stadt Wittingen ein Thema gewesen
  • Wittingens Bürgermeister Ritter hofft auf Abwechslung für Familien mit Kindern und Jugendlichen
  • Verwaltung der SG Wesendorf stellt Desinfektionsmittel kostenlos zur Verfügung

Keine Frage: Das peu à peu aufblühende Frühlings-Wetter zieht viele Sportler und Familien vermehrt nach draußen an die frische Luft. Dennoch verspricht dieses Opening einen Mehrwert angesichts des seit Monaten eingeengten Aktionsradius’: Die Stadt Wittingen und die Samtgemeinde Wesendorf erlauben unter bestimmten Rahmenbedingungen die Rückkehr in ihre kommunalen Sporthallen!

Individualsport bei ‚Haushalt+1‘-Formel schon die ganze Zeit möglich gewesen

Nachdem die Kreisstadt Gifhorn in der Vorwoche ihre verriegelten Türen für die Vereine wieder aufgeschlossen hatte, springen die beiden hiesigen Gebietseinheiten auf diesen Zug mit auf und haben – nach Kontaktaufnahme mit dem Vorbild – gleich gelagerte Konzepte abgesegnet. Zumindest im kleinen Rahmen können die Klubs für ihre Mitglieder wieder sportliche Aktivitäten auf die Beine stellen.

Im Wittinger Rathaus ploppte dieses Thema schon vor wenigen Wochen auf Anfrage des VfL auf. Denn gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnung sei Individualsport nach der Formel ‘ein Haushalt+1’ ja schon die ganze Zeit möglich gewesen, räumt Sven Menzhausen (Abteilungsleiter Sport, Kultur und Tourismus) ein. Doch zum damaligen Zeitpunkt wollte die Verwaltung das Thema aufgrund der hohen Inzidenzzahlen „nicht befeuern“.

Wittingens Stadt-Bürgermeister begrüßt die Öffnung

Mittlerweile hätten sich die Covid-19-Zahlen – wenngleich in den vergangenen Tagen wieder ansteigend – nach unten entwickelt. „Da kann man dann als öffentliche Hand auch mutiger sein.“ Wittingens Stadt-Bürgermeister Andreas Ritter begrüßt die Initiative: „Wir erleben im Moment eine Zeit großer aber erforderlicher Entbehrungen. Mit der eingeschränkten Öffnung der Sporthallen können wir vielleicht einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere Familien mit Kindern und Jugendlichen ein wenig Abwechslung erfahren.“

Auch die SG Wesendorf ließ sich von der Stadt Gifhorn briefen und wird „in ähnlicher Weise verfahren“, bestätigte der erste Samtgemeinde-Rat Marc Bludau. „Wir brechen das auf uns runter.“ Die Vereine wurden gestern informiert, die erste Anfrage hätte schon vor diesem offiziellen Signal vorgelegen.

Wesendorfs Samtgemeinde-Rat Bludau stellt die Vereine in die Verantwortung

Die Verwaltung wird die Reinigungs- und Desinfektionsmittel für die Sporthallen in Wesendorf (Oberschule), Groß Oesingen und Wahrenholz (jeweils Grundschule) kostenlos zur Verfügung stellen. Die Überwachung und Einhaltung der zwingenden Hygiene-Konzepte sowie der aktuellen Corona-Richtlinien obliege dann aber zwangsläufig den Vereinen, stellte Bludau klar. „Sie sind in der Verantwortung, den Aufwand müssen sie intern abklären.“ Gegebenenfalls sei ein Corona-Beauftragter sinnvoll, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

Hallenöffnung in Hankensbüttel und Brome noch kein Thema

Anders als in Wittingen und Wesendorf ist in den Samtgemeinden Hankensbüttel und Brome auf IK-Nachfrage das Öffnen der Sporthallen für eingeschränkte Vereinsangebote noch nicht in Gang gesetzt worden. „Das ist im Moment noch nicht in der Diskussion, weil kein Bedarf angemeldet worden ist“, erklärte Hankensbüttels Verwaltungs-Chef Andreas Taebel mit Blick auf die Vereine. Sollten sich diese nun aber melden, „denken wir auf jeden Fall darüber nach. Was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt, werden wir auch möglich machen. Denn Bewegung ist wichtig.“ Ähnlich stellt sich der Tenor aus dem Bromer Rathaus dar. „Wir haben uns damit noch nicht auseinandergesetzt, werden uns aber mit dem Thema befassen“, sagte Samtgemeinde-Bürgermeisterin Manuela Peckmann. Aller Voraussicht nach schon in dieser Woche. Zunächst einmal müssten alle Rahmenbedingungen abgeklopft werden. Peckmann betonte: „Da hängt ja ein großer Rattenschwanz dran.“

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