Fußball – 1. Kreisklasse 1: Sönke-Thorben Klein, Tülaus neuer Zauberfuß

Auf Spuren von Ronaldo und Alaba

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Immer mit vollem Einsatz dabei: Sönke-Thorben Klein (r.) hat in der laufenden Spielzeit für den SV Tülau/Voitze bereits zwei Freistöße direkt verwandelt.

Tülau – Cristiano Ronaldo, David Alaba, Paulo Dybala – sie alle beherrschen es, das Freistöße-Schießen. Doch einer darf in dieser Runde nicht vergessen werden, auch wenn er längst nicht so prominent wie die drei genannten Profis ist. Die Rede ist von Sönke-Thorben Klein.

Der 20-jährige Innenverteidiger des SV Tülau/Voitze aus der 1. Fußball-Kreisklasse 1 versenkte in der laufenden Spielzeit immerhin bereits zwei ruhende Bälle direkt.

„Im Training gelingt es ab und an, im Spiel mittlerweile auch. Die Jungs haben gesagt, dass ich mich ruhig trauen soll, wenn ich mich gut fühle“, verrät der Youngster, der sein wohl schönstes Tor aus 25 Metern beim 3:1-Sieg beim FC Ohretal erzielte. Seine Devise: „Hart und präzise schießen. Das Schlenzen ist nicht so mein Ding.“ Als Ur-Tülauer ist es für Sönke-Thorben Klein eine Selbstverständlichkeit, seinem Heimatverein die Treue zu halten. Seit 2016 ist er fester Bestandteil der Herren-Mannschaft und dazu mittlerweile auch ein Führungsspieler im Team von Trainer Werner Vodde.

2005 startete Klein seine Laufbahn im Nachwuchs der JSG Tülau/Bergfeld. Durch Schulfreunde kam er 2011 zum FC Brome und blieb diesem bis 2016 treu. Damals hatte es in Tülau für ihn keine Spielmöglichkeit gegeben. Im Herrenbereich stand für den Nordkreisler aber fest, dass er wieder für den SV Tülau/Voitze spielen wird. „Es ist einfach toll, im eigenen Ort sowie mit seinen Kumpels zusammen zu spielen“, beschreibt der 20-Jährige. Er bezeichnet sich selbst als Teamplayer: „Ich setze mich immer voll ein und bin sehr ehrgeizig.“

Als Innenverteidiger glänzt Klein vor allem mit seiner Zweikampfstärke. Doch nicht nur aufgrund seines stetig großen Einsatzes ist der Defensivakteur beim SV besonders geschätzt, er engagiert sich zudem auch neben dem Platz. So gehört er sogar dem Vorstand an, ist offiziell 2. Kassierer. Im Verein, der von seinem Vater Dietmar viele Jahre lang geführt wurde, herrsche laut dem Youngster eine familiäre Atmosphäre: „Jeder ist für jeden da und man unterstützt sich gegenseitig.“

Auch von der Herren-Vertretung, in der er sich sogar im Mannschaftsrat befindet, kann der Zauberfuß nur schwärmen. „Wir sind eine super Truppe, haben eine tolle Mischung. Es macht einfach Spaß“, so Klein, der sich gern an die vergangene Spielzeit zurückerinnert, als die Vodde-Elf als Vizemeister beinahe noch aufgestiegen wäre. In der Relegation unterlag sie dem SV Osloß aber deutlich. Den Start in die aktuelle Saison bezeichnet der 20-Jährige als „unglücklich“. Mittlerweile haben sich die Grün-Weißen aber gefangen und eine kleine Serie hingelegt. „Mittlerweile läuft es. Wenn wir uns am Ende irgendwo zwischen Platz fünf und neun einfinden, wäre das gut“, so Klein.

Einen weiteren Schritt nach oben möchte der SV am Sonntag im letzten Hinrundenspiel beim Vorletzten VfL Wahrenholz II (12 Uhr) machen. „Das ist eine giftige Truppe, die wir nicht unterschätzen sollten, doch wir wollen natürlich mit drei Punkten in die Winterpause gehen“, macht der Youngster deutlich. Doch die gastgebende Bezirksliga-Reserve sollte spätestens dann gewarnt sein, wenn sich Sönke-Thorben Klein das Leder zum Freistoß bereitlegt.

VON FLORIAN SCHULZ

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