Fußball – Bezirksliga: SSV gewinnt dank Joker Lütke 2:1 gegen Wolfsburg / „Glücklich, aber verdient“

Sprakensehl sendet Lebenszeichen

Stefanos Bouglas (2.v.l.) zeigt es an: Der SV Sprakensehl meldet sich mit dem 2:1 über den TSV Wolfsburg im Abstiegskampf zurück. Vassili Lütke (2.v.r.) traf zum Endstand. Foto: Felber

Sprakensehl. Den Moment kostete Rouven Lütke aus. Erstmals seit Ende November verließ der SV Sprakensehl gegen den TSV Wolfsburg (2:1) wieder als Sieger den Platz und gab im Abstiegskampf der Bezirksliga ein Lebenszeichen.

„Das war super wichtig“, strahlte der SSV-Coach nach dem nicht „unverdienten Sieg“.

Auch wenn Lütke zugeben musste, dass der Dreier doch etwas glücklich gewesen war. Nur Minuten vor dem Siegtreffer durch den eingewechselten Vassili Lütke (87.) hätte der Gast selbst auf 2:1 stellen können. Aber der Ball hoppelte vom Innenpfosten die Linie entlang.

Der TSV sei schon gut gewesen in diesem Spiel, berichtete Lütke. Sein Team aber auch. Von Beginn an spielte der SSV nach vorne, wollte sich die Punkte im Überlebenskampf sichern. „Wir hatten richtig Druck auf dem Kessel“, sagte der Sprakensehler Coach. Nach 27 Minuten folgte die Belohnung: Cem Bulut erkämpfte sich den Ball. Über Berkan Gülabi und Waldemar Bier kam das Leder zu Oktay Gülabi. Und der netzte nach dem Rückpass ein.

„Oktay ist echt ausgebufft. Als Stürmer kennt er diese Situationen. Und wenn er den Ball bekommt, ist der auch drin“, lobte Lütke, dessen Team noch vor der Pause den Nackenschlag verdauen musste. Ein Freistoß von halblinks („War eigentlich kein Freistoß“) wurde flach hereingebracht, von der Mauer abgefälscht und trudelte neben dem guten Torhüter Michael Schnaase in die Sprakensehler Maschen.

Mit Glück und Geschick verteidigte der SSV bis in die Schlussphase. Und dann kam Lütke. Der SSV-Trainer schickte seinen angeschlagennen Sohn ins Rennen. Einen Freistoß von Berkan Gülabi nickte der zwei Minuten zuvor eingewechselte Verteidiger ein. Mit dem Sieg und den Ergebnissen der Konkurrenz ist etwas Druck vom Sprakensehler Kessel. Der SSV lebt wieder spürbarer.

Von Matthias Jansen

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