Sportwoche SV Steinhorst

SV Steinhorst sammelt Spenden für Flutopfer

Siegerfoto des SV Groß Oesingen mit dem Pokal.
+
So sehen Sieger aus! Der SV Groß Oesingen setzte sich nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Gastgeber SV Steinhorst letztendlich die Fußballkrone auf.
  • VonSiegfried Glasow
    schließen

Die gesammelten Einnahmen der Sportwoche des SV Steinhorst gehen in diesem Jahr an die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Beim Sportlichen sahnten der SV Groß Oesingen und die Frauenmannschaft des SV Hagen-Mahnburg ab.

Steinhorst – Die Sportwoche des SV Steinhorst stand ganz im Zeichen der Wohltätigkeit. Sämtliche Einnahmen aus den Turniertagen gehen laut Veranstalter an die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Auf fußballerischer Seite setzte sich der SV Groß Oesingen bei den Männern die Krone auf. Beim Turnier der Frauenmannschaften hatte der SV Hagen-Mahnburg die Nase vorn.

Die sommerlichen Temperaturen brachten am Fußball-Wochenende nur die Spieler während des Traditionsturniers in Steinhorst ins Schwitzen. Die angesammelten Fans, die nach der langen Zwangspause endlich wieder auf den Sportplatz konnten, kühlten sich am Spielfeldrand mit Getränken ab. Michael Hahn, 1. Vorsitzender des SV Steinhorst, freute sich über den großen Zuspruch für diese Ersatzsportwoche. Bereits kurz nachdem Frank Kalinowski und Michael Wittvogel vom SV Steinhorst die Einladungen an die benachbarten Sportvereine gesendet hatten, kamen die ersten Zusagen. Dem Fußballfest stand nichts mehr im Wege.

Spende statt Eintritt

Die Idee, sämtliche Einnahmen des Turniers an Opfer der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz zu spenden, brachte die Tochter von Frank Kalinowski auf den Weg. Die Anregung traf auf so viel Zuspruch, dass kurzerhand Sparschweine auf dem Gelände platziert wurden. Statt des üblichen Eintritts sollte eine kleine Spende entrichtet werden. Dem schloss sich auch Peter Grüneweg, stellvertretender Bürgermeister von Steinhorst, an, der neben einem eigenen Beitrag allen Sportlern und Zuschauern für ihre Spendenbereitschaft dankte. Denn auch die Sportler verzichteten auf eine Geldprämie. Stattdessen gab es neben dem Siegerpokal eine Kiste Wittinger Bier für jede Mannschaft.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Peter Grüneweg spendete für den guten Zweck.

SV Groß Oesingen holt sich den Titel

Der umbenannte Linnemann-Pokal (jetzt Traditionspokal) ging an den SV Groß Oesingen. Dabei verloren die Oesinger gleich das erste Spiel gegen den Gastgeber SV Steinhorst mit 1:0. Nach kurzem Schütteln startete Groß Oesingen allerdings eine Siegesserie gegen den SV Langwedel (2:1), HSV Hankensbüttel (2:0) und FC Oerrel (2:0).

Doch auch der Gastgeber spielte ein gutes Turnier und hatte vor dem letzten Spiel gegen den FC Oerrel den Gesamtsieg in der eigenen Hand. Mit einem Erfolg wäre der Pokal beim SV geblieben. Der FC Oerrel machte den Steinhorstern mit einem 1:0-Sieg einen Strich durch die Rechnung. So ging die Trophäe an den SV Groß Oesingen.

Dementsprechend groß war die Freude bei Spielern und Fans. Kapitän Lars Hinzberg empfing den Cup aus Händen von Michael Hahn und Michael Wittvogel und bedankte sich im Namen seiner Mannschaft für die Gasfreundschaft in Steinhorst.

SV Hagen-Mahnburg gewinnt Frauenturnier

Auch der zweite Turniertag verlief bei schönstem Sommerwetter, als die Frauenmannschaften von der SG Wohlenrode/Steinhorst, SG Eldingen, SG Hankensbüttel/Knesebeck, FSV Vorhop-Schönewörde und SV Hagen-Mahnburg an den Start gingen. Mit einem 1:0-Sieg in ihrem letzten Spiel gegen die SG Hankensbüttel/Knesebeck sicherte der SV Hagen-Mahnburg den Pokaltriumph, obwohl sie zuvor noch 0:1 gegen die SG Eldingen verloren hatten.

Durch mehrere torlose Remis lag der SV Hagen-Mahnburg mit sieben Punkten und dem besseren Torverhältnis am Ende vor der SG Eldingen und SG Hankensbüttel/Knesebeck. Für den Sieger spendete Frank Kalinowski eine neue Trophäe, die für die kommenden Jahre als Wanderpokal vergeben werden soll. Neben dem Sportlichen wurden auch am Sonntag fleißig Gelder gesammelt. Teilweise fuhren manche Gäste sogar nur für eine Spende mit dem Fahrrad vorbei. Der Endbetrag werde an eine entsprechende Einrichtung überwiesen.

Beim Turnier der Frauenmannschaften hatte der SV Hagen-Mahnburg den längsten Atem und empfing den neuen Wanderpokal.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare