Handball – Oberliga Herren: Der Zweite Wittingen gastiert beim Ersten Helmstedt-Büddenstedt / VfL mit breiter Brust

Spitzenspiel – nur eine nette Randnotiz

Höhenflug oder unsanfte Landung? Christopher Witzke (r.) und der VfL Wittingen wollen beim Spitzenspiel in Helmstedt-Büddenstedt nicht abstürzen. Foto: Jansen

Wittingen. Spitzenspiel? Axel Bühlow ziert sich ein wenig gegen diese Feststellung.

„Ich weiß nicht, ob es zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison überhaupt schon ein Spitzenspiel gibt“, erklärt Wittingens Handball-Trainer vor dem Gastspiel des Zweiten aus der Brauereistadt beim Oberliga-Primus HF Helmstedt-Büddenstedt (Sonntag, 16. 30 Uhr).

Gibt es! „Vom Tabellenstand her schon“, räumt Bühlow ein. Die Ergebnisse beider Mannschaften am ersten Spieltag hätten ihn durchaus überrascht. Lag ein Erfolg seiner Riege für ihn noch im Bereich des Machbaren, hätte Helmstedt-Büddenstedt durch das 32:22 bei Hildesheim II – dem ersten Auswärtssieg der HF seit Februar 2013 (!) – schon ein „dickes Ausrufezeichen“ gesetzt.

Abgehakt. Die ersten Erfolge samt der Tatsache, dass der Erste auf den Zweiten trifft, sind für beide Trainer nur eine nette Randnotiz. „Wir müssen die Beine auf dem Boden behalten. Wittingen wird uns ganz anders fordern“, sagte HF-Trainer Sebastian Munter gegenüber Braunschweiger Medien. Gleiches erklärt auch Bühlow. „Das war nur ein Sieg. Mehr aber auch nicht. Wir sollten das Spiel nicht überbewerten“, sieht er sich und seine Mannen geerdet.

Auf dem Boden der Tatsachen wollen die Brauereistädter aber so schnell nicht landen. Einen Punkt – vielleicht sogar zwei – hält Bühlow für möglich. „Wir müssen wie gegen Lehrte wieder von der ersten Sekunden da, konzentriert sein und dagegen halten“, fordert der VfL-Coach, dessen Team nach dem 30:21 gegen Lehrte mit einer breiten Brust anreist.

Denn nicht nur der Sieg, sondern auch das Lob für die starke Leistung könnte Wittingens Werfer beflügeln. „Wir haben in konditioneller Hinsicht eine Menge getan. Es ist gut, dass die Jungs die Früchte ihrer Arbeit ernten. Dann wissen sie, warum wir das getan haben“, sagt Bühlow, der eine „robuste“ Helmstedter Deckung erwartet. „Wir müssen über Tempo einfache Tore werfen. Das tut nur dem Gegner weh“, so der VfL-Coach, der seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.

Im Gegensatz zu den Gastgebern. Dort müssen Marcel Motzko (Meniskus-Operation) und Björn Oswald (Kreuzbandriss) weiterhin pausieren.

Von Matthias Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare