Spiel eins nach Pleite eins: Wie reagiert VfL?

Ist gespannt auf die Reaktion seiner Spieler: Detlef Wehrmann (r.) verlangt vom VfL nach der ersten Saisonpleite eine bessere Einstellung. Wieder mit dabei gegen Wietzendorf ist Kai Eschert.

Wittingen – Von Ingo Barrenscheen. Einmal ist immer das erste Mal... Die Unantastbarkeit des VfL Wittingen in der Handball-Verbandsliga hat sich durch die Auftaktschlappe 2011 in Barsinghausen in Luft aufgelöst. Spiel eins nach Niederlage eins am heutigen Sonnabend gegen den TSV Wietzendorf (19.15 Uhr) wird für den Spitzenreiter zur Charakterfrage.

Und das gleich im doppelten Sinn. Zum einen muss der VfL eine Antwort finden auf die jüngste Negativpremiere. Zum anderen das allumgreifende Gipfeltreffen eine Woche später in Himmelsthür ausblenden. Heute ist Wietzendorf! „Wichtig ist das Spiel jetzt. Über das andere möchte ich nichts hören“, betont denn auch noch einmal Wittingens Coach Detlef Wehrmann. Eigentlich ein Selbstverständnis, wurden seine Mannen durch das 27:35 in Barsinghausen doch aus ihrem gewohnten Triumph-Trott gerissen. Aus dem Verlust der weißen Weste will Wehrmann „kein Drama machen. Wir hatten einen rabenschwarzen Tag, das kann jeder Mannschaft passieren.“ Barsinghausen also nur eine Eintagsfliege?

Die Einstellung, die zuletzt fehlte, müssen die Wittinger heute Abend umso mehr zeigen. Der Trainer ist sogar ein bisschen aufgeregt: „Ich habe schon in der Hinrunde gesagt, dass es spannend sein wird, wie die Mannschaft reagiert, wenn sie das erste Mal verliert. Das werden wir nun sehen.“ Immerhin kann Wittingen wieder auf die Dienste von Mittelmann Kai Eschert bauen. Wehrmann: „Damit hat der Angriff mehr Durchschlagskraft.“

Selbst mit 100-prozentigem Einsatzwillen erwartet der Trainer gegen Wietzendorf (8.) allerdings ein schweres Heimspiel. Der 39:27-Kantersieg aus dem ersten Duell sei kein Maßstab. „Wietzendorf ist stabiler geworden, außerdem ist mit Lars Worthmann der Abwehr-Chef zurück. Wir müssen ganz vorsichtig sein.“ Im Angriff des Wiederaufsteigers macht vor allem die rechte Achse mit Nils Timme und Hinrich Bockelmann (Nr. 4 und 5 der Verbandsliga-Torschützenliste) Alarm. Allerdings ist der TSV auch die Mannschaft mit den zwei Gesichtern. Zuhause verlor Wietzendorf nur gegen den VfL, auswärts aber holte das Team gerade einmal ein mickriges Pünktchen. Wehrmann erwartet dennoch keine leichte Beute. „Gegen den Spitzenreiter sind alle Mannschaften doppelt motiviert.“

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