Fußball – 1. Kreisklasse 1: Youngster Nick Schnöckel nennt die Beweggründe für seine Rückkehr zum VfL Wittingen

Liga-Talk: „Spaß am Fußball wiedergefunden“

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Hat bei seinem neuen (alten) Verein direkt eingeschlagen: Der Youngster Nick Schnöckel fühlt sich nach seiner Rückkehr aus der Jugend des MTV Gifhorn zum VfL Wittingen/Suderwittingen pudelwohl und will mit dafür sorgen, dass die Brauereistädter den Betriebsunfall Kreisliga-Abstieg schnellstmöglich wieder ausbügeln. „Was anderes als der direkte Wiederaufstieg kommt gar nicht in Frage.“

Wittingen. Jeder Fußballer kennt das. Wenn ein Angebot von einem Verein aus einer höheren Liga kommt, ist es oftmals schwierig, diese Option abzulehnen. Neuer Klub, neue Mitspieler, neue Herausforderung. Das reizt natürlich jeden ambitionierten Kicker.

So war es auch bei Nick Schnöckel der Fall. Insgesamt vier Jahre versuchte sich der gebürtige Wittinger beim MTV Gifhorn, ehe er zu Beginn dieser Saison wieder zurück zu seinem Heimatverein VfL Wittingen wechselte und damit auch den Spaß am Fußball wiederentdeckte.

Im zarten Alter von 15 Jahren fasste Nick Schnöckel einen Entschluss und wechselte von der kleinen JSG Isenhagen zum großen MTV Gifhorn. Dort spielte der angehende Sport- und Gesundheitstrainer zunächst mit der B-Jugend in der Niedersachsenliga, zwei Jahre später sogar mit den A-Junioren in der Regionalliga. Doch aus mehreren Gründen fühlte sich Schnöckel nicht mehr ganz so wohl. „Mir ist der Spaß am Fußball abhanden gekommen. Jedes Mal die Strecke nach Gifhorn zu fahren mit dem Zug, hat einfach ordentlich geschlaucht. Es war zwar eine geile Erfahrung, aber irgendwann hat mir die Zeit dazu einfach gefehlt.“ Denn: Schnöckel macht eine duale Ausbildung, muss ab und zu auch nach Köln sowie Düsseldorf, um sich dort weiterzubilden. „Ich habe Uni, Privatleben und Fußball einfach nicht mehr unter einen Hut bekommen“, erklärt Schnöckel.

Deshalb zog der nun 19-Jährige die Reißleine und kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo alles begann. Der VfL Wittingen/Suderwittingen machte natürlich Luftsprünge, dass ein großes Talent den Weg zurück in die Heimat bevorzugte. Und es sollte auf Anhieb ein glückliches Miteinander werden. Der ehemalige Stürmer, der nun eher über die Außen kommt, schlug ein wie eine Bombe. Vor allem beim dramatischen 5:4-Erfolg gegen den FSV Adenbüttel Rethen im Bezirkspokal blitzen seine Qualitäten auf. Der Knipser netzte gleich dreimal ein gegen den Bezirksligisten. Dabei hängt seine gute Form auch mit den neuen Trainer Naim Fetahu zusammen, wie er erklärt: „Ich hab den Spaß am Fußball wiedergefunden. Das liegt auch an Naim, der nicht nur ein guter Coach ist, sondern auch eine wichtige Bezugsperson für mich darstellt. Mit ihm kannst du echt über alles reden, auch über private Dinge.“

Schnöckel, der in seiner Freizeit als angehender Gesundheitstrainer natürlich auch viel Fitness treibt, nimmt kein Blatt vor den Mund, definiert die Ziele mit dem Verein klar und deutlich: „Was anderes als der direkte Wiederaufstieg kommt gar nicht in Frage. Dabei möchte ich der Mannschaft einfach helfen – sei es mit Toren oder Vorlagen.“ Damit seine Wünsche auch in Erfüllung gehen mit der Rückkehr in die Kreisliga, sollte am nächsten Spieltag der nächste Dreier eingefahren werden. Dabei stehen die Braurereistädter vor einer wahren Mammutaufgabe. Am Sonntag (15 Uhr) geht es im ersten Heimspiel der Saison gegen den SV Tülau/Voitze, der am ersten Spieltag mit einem 7:3-Sieg gegen den Rivalen FC Germania Parsau überraschte. „Wir haben uns schon gegen Brechtrof schwergetan. Daher sollten wir Tülau auf keinen Fall unterschätzen. Aber ich bin mir sicher: Wenn wir unser Potenzial abrufen, werden wir als Sieger vom Platz gehen.

Darf ich vorstellen: Nick Schnöckel, ein selbstbewusster junger Mann, der dem VfL Wittingen/Suderwittingen noch viel Spaß bereiten wird. Sei es mit Toren oder Vorlagen...

Von Jannis Klimburg

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