Fußball – 1. Kreisklasse 1: HSV erweist sich beim 0:2 fast als Stolperfalle / Tülauer Teilerfolg in Parsau / SVL bricht ein

Späte Erlösung für Spitzenreiter Rühen

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Durchaus überraschend: Der SV Tülau-Voitze (r.) erkämpfte beim FC Parsau (Björn Henke) ein 2:2-Unentschieden. 

Volle Lotte! In der 1. Fußball-Kreisklasse 1 gab es am gestrigen Sonntag endlich wieder einen kompletten Spieltag. Dabei untermauerte der SV Rühen mit einem 2:0-Erfolg beim SV Hankensbüttel seine Spitzenposition.

Verfolger SV Osloß setzte sich klar mit 6:2 gegen den FC Ohretal durch. Nicht abschütteln lässt sich auch der SV Barwedel, der mit 5:0 beim SV Langwedel gewann. Einen unverhofften Punkt holte sich Tülau im Abstiegskampf mit dem 2:2 bei Germania Parsau.

SV Osloß – FC Ohretal 6:2 (3:1)

Die Gastgeber wurden ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Von Beginn an bestimmte der SV das Geschehen. Das 1:0 bereits nach zwei Minuten. Nach einer scharfen Flanke von Darius Delau lenkte Marius Trautmann den Ball ins eigene Gehäuse. In der achten Minuten folgte das 2:0, als Delau traf. „In der Folgezeit hätten wir die Führung noch weiter ausbauen können, aber im Abschluss fehlte das Glück“, meinte SV-Trainer Pascal Kahlert. Nach einer halben Stunde fiel der Anschlusstreffer, als Lukas Wesemann nach einer Ecke per Kopfball erfolgreich war. „Wichtig war uns, dass wir noch vor der Pause das 3:1 erzielen“, so Kahlert. Nach einem Fernschuss wehrte der Ohretaler Torhüter zu kurz ab und der Abpraller landete im Tor. Die Ohretaler gaben sich aber noch nicht geschlagen und schafften in der 52. Minute den erneuten Anschluss durch Philipp Wesemann zum 3:2. Doch dann spielten nur noch die Gastgeber. Innerhalb von zehn Minuten traf Torjäger Mario Fischer gleich zwei Mal zum 5:2. Den Schlusspunkt setzte schließlich Björn Beith, der in der 84. Minute den Treffer zum 6:2 markierte. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, obwohl wir noch weitere klare Chancen hatten“, meinte Kahlert.

SV Langwedel – SV Barwedel 0:5 (0:0)

Unter Dauerbeschuss: Der SV Langwedel (2. v. r. Keeper Detlef Braasch) hielt nur 51 Minuten lang die Null, am Ende gab’s gegen den Tabellendritten SV Barwedel eine 0:5-Packung. 

Die Langwedeler hielten eine Halbzeit lang gut mit, dann gab es einen Doppelschlag, den Barwedel auf die Siegerstraße führte. In der ersten Halbzeit stand die Deckung der Gastgeber sicher und ließ wenig zu. Barwedel tat sich schwer und scheiterte meistens an der Strafraumgrenze oder am überragenden Langwedeler Torhüter Detlef Braasch. „Unser Torhüter hat in der zweiten Halbzeit eine höhere Niederlage verhindert“, meinte Langwedels Trainer Andreas Schiller. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Gäste mit einem Doppelschlag ernst. Zunächst traf Jan-Eric Kuhnt zum 0:1 und eine Minute später war Lucas Spellig zum 0:2 erfolgreich. Als Andre Brömel in der 57. Minute auf 0:3 erhöhte, war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. In der Schlussphase traf Justus-Alexander Schrader zunächst zum 0:4 (88.) und in der Nachspielzeit stellte Nick Sonntag den 0:5-Endstand her.

SV Tappenbeck – TuS Ehra-Lessien 3:0 (2:0)

Die Gastgeber ließen sich von Ehra nicht überraschen. Von Beginn an agierte Tappenbeck sehr sicher und bestimmte über weite Strecken die Begegnung. Henrik Berlinecke sorgte mit einem Doppelschlag in der 34. und 36. Minute für die 2:0-Pausenführung der Gastgeber. „Das brachte Sicherheit in unser Spiel“, meinte SV-Trainer Christian Grunwald. Der erste Treffer fiel nach einer Ecke per Kopf. Und beim 2:0 schloss Berlinecke ein Solo aus 20 Meter erfolgreich ab. Ehra tauchte zwar auch einige Male gefährlich vor dem Tappenbecker Gehäuse auf, aber ein Treffer wollte nicht gelingen. Auch im zweiten Abschnitt hatte Tappenbeck Vorteile. In der 54. Minute traf Domenik Oberbeck zum 3:0. Damit war die Begegnung entschieden. „Wir hätten zwar noch das eine oder andere Tor machen können, aber am Ende bin ich zufrieden“, so Grunwald.

TSV Brechtorf – TSV Schönewörde 2:1 (0:0)

Etwas unglücklich mussten die Schönewörder die Punkte in Brechtorf lassen. Die Platzherren fanden nur schwer ins Spiel. „Wir waren zunächst überhaupt nicht im Bilde, Schönewörde war im ersten Durchgang überlegen“, meinte TSV-Trainer Andreas Stiegert. Doch die Gäste verstanden es nicht, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Kurz nach Wiederbeginn gelang schließlich der lang ersehnte Führungstreffer. Einen Schuss der Gäste wollte Marcus Kaerstens von der Linie klären, traf aber nur die Unterkante der Latte und es stand 0:1. In der Folgezeit machte Brechtorf mehr Druck, ohne allerdings die Schönewörder in Schwierigkeiten zu bringen. „Wir hatten zwar zwei klare Chancen, aber erst in der Schlussphase gelang uns noch die Wende“, meinte Stiegert. In der Tat hatte Brechtorf den längeren Atem. In der 80. Minute traf Tyark Franzke zum Ausgleich und sechs Minuten vor Schluss machte Marc Heuchling mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den 2:1-Sieg perfekt.

FC Germania Parsau – TuS Ehra-Lessien 2:2 (0:0)

Unverhofft holte sich Tülau in Parsau einen Zähler. Bis zehn Minuten vor Schluss sah es sogar nach einem Sieg der Gäste aus, aber schließlich gelang Robin Werner noch der glückliche Ausgleich. Doch von Beginn an: Im ersten Durchgang gab es wenige Höhepunkte. Die Abwehrreihen standen sicher. Im zweiten Durchgang schien zunächst alles für den Favoriten zu laufen, denn Björn Henke brachte die Germanen in der 62. Minute mit 1:0 in Führung. Aber die Gäste konterten sofort. Tim Taeger schaffte in der 64. Minute den Ausgleichstreffer. Als Mark Lehmann in der 71. Minute zum 1:2 für die Gäste traf, sah es nach einer Niederlage für die Germanen aus. Doch dann noch der glückliche Ausgleich.

SV Hankensbüttel – SV BW Rühen 0:2 (0:0)

Sie hatten die Überraschung auf dem Fuß, doch die Fußballer des SV Hankensbüttel (r. Aboubacar Diakité) ließen ihre Chancen liegen und mussten gegen den Spitzenreiter SV BW Rühen (Fynn Jennerich) noch die späte 0:2-Niederlage hinnehmen. 

Der Tabellenführer tat sich in Hankensbüttel sehr schwer. „Wir hätten durchaus was Zählbares erreichen können, denn es war über 75 Minuten eine Partie auf Augenhöhe“, meinte HSV-Trainer Richard Matis. Beide Teams hatten im ersten Durchgang zwar einige Chancen, aber zu einem Torerfolg reichte das nicht. Immer wieder war in der Abwehr ein Bein dazwischen. Beim Spitzenreiter lief noch längst nicht alles nach Plan. Dagegen spielte der HSV frech auf und verdiente sich ein Sonderlob. Auch im zweiten Durchgang zunächst das gleiche Bild. Nach einer Stunde hatte der HSV die große Chance zur Führung. Evgeni Suskevic tauchte frei vor dem gegnerischen Tor auf, doch der Ball ging über die Latte. Zehn Minute später vertändelte Diakite den Ball, als er eine Schleife zu viel machte. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Rühen stärker auf. „Bei uns machte sich das Bockbierfest bemerkbar, es fehlten die nötigen Körner, um noch die Wende zu schaffen“, so Matis, der besonders die gute Schiedsrichterleistung lobte. So ging Rühen in der 85. Minute durch Tino Kupka in Führung. In der Nachspielzeit stellte Robin Harms den 0:2-Endstand her.

TSV Grußendorf – SV Jembke 0:5 (0:4)

Diese Begegnung wurde bereits in der ersten Halbzeit entschieden. Die Jembker waren von der ersten Minute an hellwach und stürmten mit viel Elan. Sebastian Schultz eröffnet den Torreigen mit einem Doppelschlag zum 0:2. Nach einer halben Stunde traf Bennet Illing zum 0:3. Dann war erneut Schultz zur Stelle und stellte in der 39. Minute den 0:4-Halbzeitstand her. Auch nach dem Wechsel dominierte der SVJ. Allerdings stand die Abwehr der Grußendorfer nun etwas sicherer. So gelang Torjäger Schultz nur noch der Treffer zum 0:5.

Von Manfred Hallmann

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