Fußball – Menschen wünschen sich engagierte Bundesliga-Clubs

Sozial-Umfrage: VfL „auf richtigem Weg“

red Wolfsburg. Aktuell ist beim VfL Wolfsburg der Rassismus-Vorwurf gegen Frauen-Trainer Ralf Kellermann ein heißes Thema. Dabei geht der Club eigentlich mit gutem Beispiel voran, wie eine forsa-Umfrage dokumentiert.

Besonders jüngere Menschen erwarten von den Fußball-Bundesligisten gesellschaftliches Engagement. Ein Schwerpunkt, dem sich die Wölfe verschrieben haben.

Der VfL hatte die forsa-Studie im März selbst in Auftrag gegeben: Befragt wurden deutschlandweit 1001 zufällig ausgewählte Personen. In der Altersgruppe der 14- bis 44-Jährigen plädierte fast jeder Zweite für soziale Projekte der Profi-Clubs. „Diese Verantwortung nehmen wir gerne wahr“, betont Manager Klaus Allofs. „Unser Engagement geht quer durch alle Altersgruppen. Einen besonderen Fokus legen wir dabei aber auch auf die junge Generation, für die das Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert hat.“

Bei der Frage, wofür sich die Bundesligisten engagieren sollten, ist den Befürwortern vor allem wichtig, dass diese Menschen mit Behinderung integrieren (85 Prozent) und gegen Rassismus eintreten (83 Prozent). Mehr als Zweidrittel der Befragten halten es für sinnvoll, einzelne Fußballprofis als Vorbilder herauszustellen. Das tat der VfL gerade erst 2013 mit einer spontanen Hilfsaktion bei dem von der Flutkatastrophe betroffenen Fußballverein TSG Calbe.

Der Verein gehört im deutschen Oberhaus ohnehin zu den Vorreitern in Sachen gesellschaftliches Engagement. Mit der Initiative „Gemeinsam bewegen“ unterstützt Grün-Weiß vielseitige Projekte mit den Schwerpunkten Integration, Gesundheit, Bildung und Umwelt. „Die Ergebnisse der Umfrage zeigen uns, dass wir bei den Befürwortern von sozialem Engagement die Erwartungen der Menschen sehr genau treffen und mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind“, sagte Allofs. „Wir wollen gezielt und nachhaltig helfen und dabei immer auch neue Impulse für die gesamte Bundesliga setzen.“

Bei der Umsetzung solcher Maßnahmen sprachen sich die Probanten dafür aus, Fans zum Mitmachen zu animieren und Kooperationspartner zu akquirieren. Auch eine konsequente Strategie steht hoch im Kurs (siehe Infografik).

Die Umfrage zeigte aber auch, dass in der Bevölkerung noch mehr Überzeugungsarbeit für soziale Begleitaspekte geleistet werden muss. 55 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass sich die Vereine aufs Fußballspielen konzentrieren sollten. Der VfL indes erhält in der Region bereits mehr Zustimmung: Bei einer weiteren Studie unter den eigenen Fans empfanden es über 80 Prozent als „wichtig“ bis „sehr wichtig“, dass die Wölfe gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

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