Fußball – Kreisliga: Neu-Spitzenreiter Wittingen empfängt HSV

Sorgt Favoritenschreck für VfL-Rückwärtsrolle?

Der SV Hankensbüttel (r. Lennard Pohl) macht Jagd auf den nächsten Spitzenreiter! Kaum wurde Wilsche gestürzt, soll nun auch Nachfolger VfL Wittingen/S. (Dennis Pavlov) dran glauben. Foto: Jansen

Wittingen. An der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga herrscht ein munteres „Bäumchen, wechsle dich“. Die vergangene Reihum-Runde ging an den VfL Wittingen/Suderwittingen.

Ein Kinderspiel wird die Verteidigung des äußerst wackligen Throns am kommenden Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel aber nicht: Mit Lokalrivale SV Hankensbüttel kommt ein ausgewiesener Favoritenschreck in die Brauereistadt.

Dem HSV haben die Wittinger die jüngste Wachablösung überhaupt zu verdanken. Durch das 3:1 in Wilsche, längst nicht der erste Überraschungs-Coup der Reschke-Elf gegen einen Großen in dieser Saison, war der Weg frei. Muss der VfL nun etwa zittern? „Ganz so schlimm ist es nicht“, beschwichtigt Trainer Naim Fetahu.

Und doch ist auch ihm allgegenwärtig, dass die Hankensbütteler dem Karussell dort oben den nächsten Schubs geben können. „Die Mannschaft ist taktisch gut geschult, spielt aus einer kontrollierten Defensive heraus und hat mit Friedrich Klasen einen exzellenten Spieler, der Spiele entscheiden kann“, nennt Fetahu die Vorzüge der Jungbluth-Jünger. „Wir müssen auf der Hut sein.“ Und mit allen Wasser gewaschen sein, um den Aufwärtstrend fortzusetzen.

Freilich verfügt aber auch der Wieder-einmal-Spitzenreiter über Ausnahmekönner. Fetahu glaubt nicht, dass sich sein Team – wie in der Vergangenheit schon häufiger passiert – an einem tief stehenden Gegner die Zähne ausbeißen wird. „Ich hoffe, das haben wir zu den Akten gelegt. Gegen Meine und Vorhop (7:0/4:2, Anmerkung der Redaktion) sind wir damit klar gekommen.“

Relativ unbeschwert kommen die Gäste aus Hankensbüttel daher. Kein Wunder, wurde die Jembke-Heimschmach doch in Wilsche prompt wieder ausgebügelt. Aber warum liegen ihnen eigentlich die Spitzenteams so gut? „Das ist eine mentale Sache“, meint Co-Trainer Jens Meyer. Gegen die vermeintlich Kleinen „sind wir nicht immer 100-prozentig bei der Sache.“ Der HSV wächst also mit seinen Aufgaben und will auch Wittingen wie schon beim 2:2 im Hinspiel ärgern. Der Motivationspegel dürfte ja noch aus der Vorwoche am Anschlag sein. Meyer: „Ich hoffe auf ein schönes Spiel. Wir wollen nicht mit leeren Händen nach Hause fahren.“

Von Ingo Barrenscheen

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