Fußball – Bezirksliga: VfL geht personell auf dem Zahnfleisch / Sogar Trainer Fetahu stellt sich zur Verfügung

Sorgen werden größer, Ansprüche kleiner

Einer von vielen: Auf Anton Marcus (M.) müssen die Wittinger beim Auswärtsspiel in Isenbüttel verzichten. Wegen der dünnen Personallage gehört sogar Trainer Naim Fetahu zum Kader. Foto: ib

mj Wittingen. Naim Fetahu muss sich schon kurz räuspern. „Frosch im Hals“, sagt der Trainer von Fußball-Bezirksligist VfL Wittingen. Vielleicht wegen des kühleren Wetters. Ganz sicher aber wegen des nächsten Spiels.

Vor dem Gastspiel beim Drittletzten MTV Isenbüttel (Sonntag, 14. 30 Uhr) sind die „Sorgen größer geworden. “.

Normalerweise müssten die Nordkreisler drei Punkte in Isenbüttel einfahren, meint der VfL-Coach, der Isenbüttel gegen die SV Gifhorn (2:2) beobachtet und „paar Lücken gesehen“ hatte. Mit einem Dreier würde Wittingen den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte ausbauen. Aber normal ist die Lage bei den Blau-Gelben nun mal nicht. „Ein Unentschieden – würde ich jetzt sofort unterschreiben“, so Fetahu.

Der Aufsteiger ist personell arg gebeutelt. Neben André Liedtke und Denis Pavlov (beide gelb-rot-gesperrt) stehen auch Christoph Heinecke (Beruf), Anton Marcus (Urlaub) und Marcel Liedtke (Wadenverletzung) nicht zur Verfügung. Zwei Spieler will Fetahu aus der zweiten Mannschaft hochziehen. Er selbst wird als Nummer 14 auf der Bank sitzen. „Ich ziehe mir auch die Schuhe an“, verdeutlicht Fetahu die dünne Kadersituation. „Für 30 Minuten wird es schon reichen.“

Das ist genau die Zeitspanne, die ihm beim 4:3 gegen Mörse überhaupt nicht gefiel. „Das waren 60 gute Minuten. Aber wir sind noch nicht stabil genug“, mahnt Fetahu, dass sich Mannschaft und Umfeld nicht auf den letzten Erfolgen ausruhen darf. „Wir sind da unten noch lange nicht raus.“

Ein Sieg in Isenbüttel wäre dabei sicher hilfreich. „Das ist ein Spiel, wo es um die Wurst geht“, erklärt Fetahu, der seine Mannschaft gegen Isenbüttel vor allem auf eine Angriffsvari- ante des MTV einstellen wird. „Wir müssen auf die vielen langen Bälle aufpassen“, so Wittingens Coach. Und auf André Brömel. Der MTV-Torjäger (fünf Treffer) sei das Spiel über nicht zu sehen gewesen und dann zur Stelle. „So muss ein Stürmer sein.“ Die Beschattung kann Philipp Greve übernehmen. Der Abwehrmann ist aus dem Urlaub zurück. Schon mal eine Sorge weniger.

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