Fußball – Bezirksliga: VfL Wahrenholz gewinnt biederes Topspiel mit 2:0

Solo-Künstler wahren Heimnimbus

Dank ihm bog Wahrenholz doch noch auf die Siegerstraße ein: Marlon Jansen (M.) brach mit einer feinen Einzelleistung den Bann gegen den VfR Wilsche-Neubokel und leitete damit den 2:0-Heimsieg für den VfL in der Bezirksliga ein.
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Dank ihm bog Wahrenholz doch noch auf die Siegerstraße ein: Marlon Jansen (M.) brach mit einer feinen Einzelleistung den Bann gegen den VfR Wilsche-Neubokel und leitete damit den 2:0-Heimsieg für den VfL in der Bezirksliga ein.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wahrenholz – 76 Minuten lang wehte ein laues Spätsommerlüftchen durch den Taterbusch. Doch dann gaben zwei Solo-Künstler im Wahrenholzer Knabenchor doch noch den Ton an und wahrten die weiße Heimweste.

Durch den glanzlosen 2:0-Arbeitssieg im dann doch eher biederen Topspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den VfR Wilsche-Neubokel steht der VfL zuhause weiterhin makellos da in dieser Saison und beißt sich in der Spitze fest.

Letzten Endes fehlte sogar nur ein dritter Treffer, um im Tableau exakt mit Tabellenführer SV Gifhorn (1:1 in Platendorf) gleichzuziehen. Die Chance auf dieses Thron-Tor ergab sich allerdings nicht. Überhaupt hatten die Zuschauer nur wenig Aufregendes erlebt. Bis eben zu jenem Dosenöffner von Marlon Jansen sei es ein „typisches 0:0-Spiel gewesen“, wollte der Wahrenholzer Coach Thorsten Thielemann nicht verhehlen. Beide Teams seien nicht volles Risiko gegangen. „Ein Taktik-Spiel“ laut Thielemann. Angesichts der Armut an Ereignissen wäre er im Grunde mit einer Nullnummer auch zufrieden gewesen. Doch Jansen und Marcell Meyer waren es eben nicht.

Zunächst ließ der Sommer-Neuzugang aus der A-Jugend des MTV Gifhorn zwei Gegenspieler wie Fahnenstangen stehen und zog aus 20 Metern flach ins Eck zur Führung ab. „Eine super Einzelleistung“, befand sein Trainer. Das Gleiche galt wenig später auch für den Initiator zum entscheidenden 2:0: Daniel Müller schnappte sich die Kugel am eigenen Sechzehner, marschierte unwiderstehlich auf und davon und kombinierte sich per Doppelpass bis in die Wilscher Gefahrenzone, wo Joker Meyer nur noch vollenden musste (85.).

Dass die Schwarz-Gelben keine spielerische Offenbarung abgeliefert hatten, sah Thielemann ihnen nach angesichts der abermals vielen Ausfälle. „Wir haben den Sieg erzwungen.“ Meyer hatte er zunächst vorsorglich auf der Bank gelassen, nach zehn Minuten brach zudem bei Florian Wendt die alte Verletzung wieder auf – ein früher Wechsel. „Die Vorzeichen waren nicht so gut. Aber unser Vorteil in dieser Saison ist die Breite.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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