Fußball – 1. Kreisklasse 1+2: Erstes Spiel als Germania-Coach / Duell der Gegensätze in Barwedel

Sören Henke schreitet zur Tat

Augen auf Sören Henke. Dem Feuerwehrmann von Germania Parsau steht am zwölften Spieltag der 1. Kreisklasse 1 seine erste Aufgabe bevor. Und die hat es allemal in sich! Mit Hankesbüttel ist der Tabellendritte zu Gast.

Unterdessen möchte der VfL Wahrenholz II im Kellerduell gegen Brome II eine Trotzreaktion nach dem 2:2 in Grußendorf zeigen.

VfL Wahrenholz II – FC Brome II (So. 12 Uhr)

Ein „Sechs-Punkte-Spiel“ sei es für den VfL Wahrenholz, so Übungsleiter Ralph Meyer. Nach dem 2:2 in Grußendorf, bei dem seine Farben noch 2:0 geführt hatten, war Meyer nach Abpfiff „total enttäuscht“. Deshalb müsse sein Team nun im Kellerduell eine Reaktion zeigen. Während die Gastgeber auf dem drittletzten Ran g verharren, ist Brome II das Schlusslicht. Meyer: „Wir müssen Vollgas geben. Am Ende entscheidet die Tagesform!“

SV Tappenbeck – TuS Ehra-L. (So. 14 Uhr)

Ein schweres Spiel erwartet TuS-Trainer Jürgen Schenk beim Tabellenvierten, der vergangene Saison sein erstes Spiel für Ehra-Lessien an der Seitenlinie gegen Tappenbeck bestritt – Endstand damals 0:3. Der Coach muss derzeit eine Verletzungsmisere beklagen. Deshalb kam ihm die Spielpause vergangene Woche entegen. Seine Devise gegen den SVT? „Wir müssen hinten sauber stehen und auf Konter setzen.“

SV Barwedel – Grußendorf (So. 14 Uhr)

Unterschiedlicher könnten die Gegensätze gar nicht sein. Während der SV Barwedel auf einer Erfolgswelle surft und die letzten beiden Partien klar für sich entschied (5:0 in Schönewörde, 4:0 gegen Ehre-Lessien), wartet Grußendorf seit nunmehr drei Ligaspielen auf einen Dreier. Und doch bewies der TSV vergangenes Wochenende gegen den VfL Wahrenholz II eine starke Moral, holte im Kellerduell ein 0:2 auf. Das letzte Aufeinandertreffen endete mit einem spektakulären 3:3-Unentschieden. Nicht unwahrscheinlich, dass auch in der jetzigen Begegnung einige Treffer fallen.

VfL Wittingen/S. – FC Ohretal (So. 14 Uhr)

„Wir müssen und wollen gewinnen“, betont VfL-Trainer Naim Fetahu. Sein Team musste mit dem 3:3 vergangene Woche in Bergfeld einen kleinen Dämpfer hinnehmen, zeigte jedoch auch Moral – nach 85 Minuten lag sein Team noch 1:3 zurück. Der Tabellenzweite gehe nun positiv an die Sache ran, will den Gegner zu Fehler zwingen. Sorgen macht sich Fetahu eher weniger: „Die Linie, die wir fahren wollen, ist die richtige.“ Gegen den FCO muss er zwar auf den einen oder anderen Akteur verzichten, sein Kader sei dennoch gut genug besetzt. Oerrels Co-Trainer Torben Thiele betont derweil: „In Wittingen etwas zu holen, wird äußerst schwer werden. Wir müssen auf jeden Fall eine bessere Einstellung finden, um was zu erreichen.“

SV Tülau/Voitze – TSV Bergfeld (So. 14 Uhr)

Tülaus Trainer Werner Vodde kühlte die aufkommende Euphorie nach dem 2:0-Erfolg gegen Grußendorf etwas herunter: „Gegen Bergfeld müssen wir uns noch gewaltig steigern, das wird eine ganz andere Aufgabe.“ Besonders aufpassen müsse das Heimteam dabei auf die gefährlichen Angreifer des TSV, so Vodde. Er fügt hinzu: „Bergfeld wird alles abverlangen.“ Wichtig sei es, eine bessere Chancenverwertung an den Tag zu legen.

SV Jembke – TSV Brechtorf (So. 14 Uhr)

Jembke-Coach Alessandro Alfano war nach dem 4:1-Sieg gegen den FC Ohretal zufrieden mit seiner jungen Truppe. „Man merkt, dass sie als Team weiter zusammenschweißen“, sagt er und betont zugleich: „Dass nicht alles von Anfang an klappt, war klar!“ Umso mehr war der Übungsleiter erleichtert. Gegner Brechtorf kennt Alfano indes nicht, betitelt den kommenden Kontrahenten gar als „Überraschungspaket“. Dabei wolle seine Mannschaft den Schwung vom 4:1 mitnehmen und ja nicht den Blick nach unten wagen: „Wir schauen in der Tabelle nicht nach unten, so wie es die Jahre zuvor hier gemacht wurde.“

Germania Parsau – Hankensbüttel (So. 14 Uhr)

Mit Interesse wird die Liga mit einem Auge auch nach Parsau schielen. Denn dort feiert Feuerwehrmann Sören Henke am Sonntag sein Debüt, nachdem er am Mittwochabend das erste Mal das Training geleitet hatte beim Krisenklub. Allerdings wartet beim Einstand direkt „ein ordentliches Brett“, weiß auch Henke. Er kennt die Liga aus seiner Rühener Zeit aus dem Eff-Eff, braucht keine Eingewöhnungszeit und hatte Hankensbüttel „schon vor der Saison als großen Aufstiegsfavoriten“ auf dem Zettel. Ohnehin wartet auf den Tabellenvorletzten bis zur Winterpause noch ein hammerhartes Restprogramm. „Aber wir müssen es so nehmen, wie es kommt.“ Henke kommt der HSV als erste Bewährungsprobe sogar ganz gelegen. „Das kann uns nur entgegenkommen, weil wir nicht darauf angewiesen sind, das Spiel zu machen.“ Mal schauen, ob sich direkt das ersehnte Erfolgserlebnis einstellt. Es wäre genauso eine Überraschung zum aktuellen Zeitpunkt wie der Tabellenplatz des FCP.

Staffel 2

VfL Rötgesbüttel – SV Wagenhoff (So. 14 Uhr)

„Wir kommen nicht in Fahrt“, beklagt Wagenhoffs Übungsleiter Karsten Scholten. Ein Grund spielt vor allem die Verletzungsmisere seiner Mannschaft. Gegen das Kellerkind Isenbüttel gab es zuletzt eine herbe 1:3-Niederlage. Scholtens: „Wir spielen zwar gut mit, aber es fehlt das Selbstvertrauen und dann sind andere noch angeschlagen.“ Gegen Rötgesbüttel wird es der Coach wohl defensiver angehen lassen. Die Nadelstiche sollen dann über Konter gesetzt werden. Er betont: „Wir wollen etwas holen!“

Von Rouven Peter und Ingo Barrenscheen

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