Fußball–Turnier der Samtgemeinde Wesendorf in Wahrenholz

Slalomläufer Ehmke setzt WSC Krone auf

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Da ist das Ding – nach langer Zeit! Der Wesendorfer SC bejubelte am späten Freitagabend unter Flutlicht den Gewinn des Fußball-Samtgemeinde-Turniers durch einen 2:1-Erfolg im Endspiel gegen den Gastgeber VfL Wahrenholz.

Wahrenholz. Es hatte eine gewisse Symbolik, als Thorsten Thielemann in der Abenddämmerung über dem Taterbusch die Eckfahnen einsammelte. Denn seine Spieler hatten sich wenige Momente zuvor von Noah Ehmke ebenfalls wie Slalomstangen umkurven lassen.

Der entscheidende Moment im Kampf um den Fußball-Samtgemeinde-Pokal am Freitagabend. Mit 2:1 gewann der Wesendorfer SC das Finale gegen den Gastgeber VfL Wahrenholz und nahm die Trophäe mit auf den Heimweg ins territoriale Zentrum.

Für den WSC ein schönes, weil lange vermisstes Gefühl. „Ich glaube, das letzte Mal haben wir noch unter Jürgen Fromhage das Samtgemeinde-Turnier gewonnen“, kramte der heutige Wesendorfer Coach Matthias Hopp in seiner Erinnerung. „Es ist auf jeden Fall lange her.“

In seinen Augen war der etwas unverhoffte Endspiel-Erfolg gegen den Favoriten aus Wahrenholz durchaus verdient. „Wir haben es mit unseren Mitteln ganz gut gemacht“, befand Hopp. Sicherlich hatten die Schwarz-Gelben das Heft des Handelns in ihren Händen gehalten, doch weitestgehend hatte der WSC das in der Gruppenphase treffsicherste Team relativ gut unter Kontrolle. Kurz vor der Pause des Finals (2x25 Minuten) wurde Waldemar Bier dann unten wie oben bearbeitet – Elfmeter! Apropos oben: Manuel Schupp semmelte den Strafstoß an die Latte. Doch das wollte Bier so nicht stehen lassen und erzielte nicht einmal eine Zeigerumdrehung später doch das 1:0 aus spitzem Winkel. Kurz nach Wiederbeginn glich Timo Neumann nach einem Freistoß aus für die Lokalmatadoren. Doch als um 21.53 Uhr die Flutlichter angingen, ging kurz darauf nur noch Wesendorf in Persona von Slalomläufer Noah Ehmke ein Licht auf (37.). Zwar flogen serienweise Flanken in den WSC-Strafraum, aber ohne Fortune.

Die Wesendorfer lösten also den Überraschungssieger des Vorjahres, den SV Wagenhoff, als Samtgemeinde-Königs-Kicker ab. Wohl gemerkt: Alle sechs Mannschaften liefen wie erwartet in 1b-Besetzungen auf, das spielerische Niveau inmitten der Sommerpause war dementsprechend überschaubar. Dennis Dornuf vom TSV Schönewörde erneuerte noch einmal die Kritik am Austragungs-Zeitpunkt: „Ein fürchterlicher Termin.“ Seine Riege hätte sich zwar „vernünftig verkauft“, war in den zwei 20 Minuten-Gruppenspielen aber genauso torlos geblieben wie der VfL Ummern und der SV Groß Oesingen. SVGO-Trainer Torben König nahm es mit Galgenhumor: „Das war zu erwarten – ohne Training blind drauf los. Wir waren nach vorne so gefährlich wie unsere Nationalmannschaft...“

Von Ingo Barrenscheen

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