Fußball – Kreisliga: König-Kicker klettern nach 4:3 auf den dritten Platz / Gute Nullnummer in Brome / Vorhop bricht in Westerbeck ein

Sieben Tore, zwei Platzverweise: Irres Derby in Oesingen

+
Genügend Chancen, aber keine Tore: Brome (r. Marvin Keller) und Knesebeck (Fabian Laumann) trennten sich 0:0.

ib. Der große Gewinner im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga am gestrigen Sonntag lautete TSV Rothemühle. Während alle anderen Clubs von unten leer ausgingen, setzte sich das Papenteich-Team durch den 2:1-Erfolg gegen Leiferde ein wenig ab.

Und ermöglichte als Randerscheinung dem SV Groß Oesingen so den Sprung auf Platz drei.

SV Triangel –

VfR Wilsche-N. 2:3 (0:2)

Drei Fehler vom Gegner eiskalt ausgenutzt, drei Punkte eingestrichen: Branchenprimus Wilsche-Neubokel gewann in Triangel im Stile einer Spitzenmannschaft. „Das 3:2 geht schon in Ordnung. „Wilsche war zu abgezockt“, räumte SVT-Coach Robert Müller ein. Wobei er eben mit jenen individuellen Schnitzern haderte, die dem designierten Bezirksliga-Aufsteiger den Sieg auf dem Silbertablett servierten. Dabei hätte seine Riege den VfR vor dem Doppelschlag zum 0:2 eigentlich gut im Griff gehabt. Logisch: Dem Neuling blieb nach der Pause keine andere Chance, als offensiver zu agieren. Tatsächlich fiel auch der Anschlusstreffer. „Wir hatten dann auch bei zwei richtig guten Aktionen die Chance auf den Ausgleich“, so Müller. Doch nach kurzer Wackelphase fing sich Wilsche wieder und stellte den alten Abstand wieder her. Triangel machte es nochmal spannend. Müller nach dem 2:3: „Man darf uns bei so einem Rückstand nie abschreiben.“ Doch es reichte nicht mehr.

TuS Müden-D. –

MTV Wasbüttel 2:1 (0:0)

Winkewinke und goodbye... Mit dem dritten Sieg in Serie und 11 von 15 möglichen Punkten zuletzt hat sich der TuS Müden-Dieckhorst wohl endgültig aus der Abstiegszone befreit. Allerdings war es ein schweres Stück Arbeit und zumindest für eine Viertelstunde auch eine richtige Zitterpartie im Sechs-Punkte-Spiel gegen den Tabellenvorletzten Wasbüttel. Dieser ging zunächst nach der Pause in Führung, doch dann schwang sich Doppelpacker Niklas Albrecht zum Matchwinner für den TuS auf.

SV Groß Oesingen –

Wesendorfer SC 4:3 (1:2)

0:1 und Gelb wegen Meckerns nach nur zehn Minuten. Vitali Spack und der Wesendorfer SC erwischten im Duell mit dem SV Groß Oesingen keinen guten Start, unterlagen mit 3:4.

Die Nerven der Trainer und Spieler wurden gehörig strapaziert, die Zuschauer kamen aber ohne Frage voll und ganz auf ihre Kosten. Sieben Tore und zwei Platzverweise sorgten für ein aufregendes Derby. Groß Oesingens Coach Torben König war im Anschluss sichtlich erleichtert: „Das fühlt sich richtig gut an – denn es war ein harter, harter Sieg.“ Die Wesendorfer hätten gezeigt, dass sie nichts zu verschenken haben. „Wir hatten auch ein bisschen den Fußballgott auf unserer Seite“, gab König zu. Dem 1:0 durch Niklas Müller sei ein potenzielles Foul am WSC-Keeper vorausgegangen. „Das kann man abpfeifen“, gestand König. Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und wendeten das Blatt in der ersten Hälfte. Dann die nächste knifflige Entscheidung: Mit einem Handspiel etwa auf Höhe der Mittellinie verhinderte der Wesendorfer Roman Kremer „eine Mega-Chance“, so König. Dennoch sei die Rote Karte in seinen Augen nicht zwangsläufig ein Muss gewesen. „Da hat er die Sportart verfehlt“, haderte derweil WSC-Trainer Matthias Hopp. Seine Riege stand natürlich nach dem Wechsel vor der Herkulesaufgabe, „bei den Temperaturen mit zehn Mann das 2:1 halten zu müssen“. Was irgendwann nicht mehr gut ging. Nach dem 4:3 kam Wesendorf aber noch einmal zu zwei guten Gelegenheiten – einmal Latte, einmal ein Kopfball am leeren Tor vorbei. „Ärgerlich, es wäre ein Punkt drin gewesen“, haderte Hopp.

FC Brome –

VfL Knesebeck 0:0

Das Ergebnis täuscht. „Das war kein langweiliger 0:0-Kick“, meinte Bromes Übungsleiter Mark-Oliver Schmidt nach der schiedlich-friedlichen Punkteteilung der zuletzt nicht unbedingt erfolgsverwöhnten Clubs. Er fand seine Schützlinge „vom Kombinationsfußball noch ein bisschen attraktiver“, dennoch gab es Chancen hüben wie drüben. Nur eben keine Treffer an der Steimker Straße. Knesebecks Andre Haven knallte einen Freistoß ans Lattenkreuz, aber auch der FCB scheiterte mehrfach bei Alleingängen in Richtung VfL-Tor wie schon eine Woche zuvor in Wittingen. „Am Ende hat beiden das finale Ding gefehlt“, so Schmidt. Er konnte mit dem Punktgewinn leben,

SV Westerbeck –

VfL Vorhop 7:0 (0:0)

51 Minuten lang hielt das Notnagel-Team aus Vorhop beim Tabellenzweiten Westerbeck mit Glück und Geschick den Kasten sauber, dann aber brachen alle Dämme. Ein wohl als Flanke gedachter Ball von Florian Gahrmann senkte sich hinten ins Netz und erwies sich damit als Dosenöffner. VfL-Coach Sebastian Sommer sah das Unheil kommen: „Ich wusste, wenn ein Tor fällt, dann gehen die ab wie eine Rakete.“ In der Tat. Nachdem der SVW es vor der Pause zu stupide durch die Mitte probiert hatte, brach er dann immer wieder über außen durch. SVW-Coach Hartmut Müller meinte: „Nach dem 5:0 sind bei Vorhop die Köpfe runter gegangen.“

TSV Rothemühle –

SV Leiferde 2:1 (1:0)

Last Minute zu Big Points! Ein Kopfballtor von Markus Maier in der zweiten Minute der Nachspielzeit hat Rothemühle Erleichterung im Kampf um den Klassenerhalt gebracht. Verdient, befand TSV-Trainer Thorsten Meyer. Seine Mannschaft hätte das Geschehen bestimmt, geriet aber durch eine witterungsbedingte Trinkpause in der zweiten Hälfte außer Tritt. Ein vermeintliches Handspiel eines Rothemühlers führte dann zum Leiferder Ausgleich per Strafstoß. Meyer monierte: „Da hat selbst der Gegner gesagt, er hätte das nicht gepfiffen. In der Kreisliga gibt es ja leider keinen Videobeweis...“ Leiferde bekam die zweite Luft, doch das letzte Wort hatten die Platzherren. „Das waren drei wichtige Punkte“, atmete Rothemühles Coach auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare