Handball – Verbandsliga Herren: Wittingen siegt 34:21

VfL setzt Zeichen: „Sind wieder da“

Hände zum Himmel: Gegen Lüneburg zeigte Wittingen (Stefan Tietz, Torben Banse, Malte Sültmann/v.l.) wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Foto: Jansen

Wittingen. Warum nicht immer so? Diese Frage musste sich nicht nur VfL Wittingens Trainer Axel Bühlow nach dem 34:21 (20:9)-Sieg seiner Verbandsliga-Handballer über den HV Lüneburg gefallen lassen.

Auch die Spieler des zuletzt schwächelnden Spitzenreiters aus der Brauereistadt hatten sich hinterfragt. Vor der Partie. Hinter verschlossener Kabinentür. „Es wurde Tacheles geredet“, gab Bühlow als Auszug der Mannschaftssitzung preis. Mit dem Ergebnis, dass es jetzt – nach drei Auswärtspleiten in Serie und dem Zusammenschmelzen des einst satten Vorsprungs – wieder „von Neuem losgeht. Die Marschroute war, sich wieder als Mannschaft zu präsentieren“, erklärte der Wittinger Coach.

Und das tat die Wittinger Mannschaft auch. Vor allem in der ersten Hälfte, in der Wittingen den – zugegeben – ersatzgeschwächten Gegner aus Lüneburg nach Belieben dominierte. Auf alle HV-Versuche, die Hausherren aus dem Tritt zu bringen, hätte seine Mannschaft eine richtige Antwort gehabt. „Ich muss den Jungs ein Lob aussprechen. Die Mannschaft hat gut reagiert, ist nicht in Panik verfallen“, zog Bühlow vor seinen in den letzten Wochen nicht immer nervenstarken Spielern den imaginären Hut. Vor allem Stefan Tietz, Malte Sültmann und Janosch Kochale hätten sich bei der spielerischen Lösung der gestellten Aufgaben besonders hervorgetan.

Und da neben der stabilen Deckung auch die Offensive nicht wieder in ein wildes „Geballer“ verfiel, sondern die sich bietenden Chancen konsequent nutzte, stand zur Pause der Sieger fast schon fest – 20:9. Ein beruhigender Vorsprung. Für Bühlow aber kein Ruhekissen. „Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir noch eine Schippe drauflegen wollen.“

Dass der „gut laufende Motor dann aber doch ins Stocken geriet“, sei normal. „Das kann man nicht über 60 Minuten spielen. Es ist doch normal, dass sich ein paar Fehler einschleichen“, zeigte sich Bühlow verständnisvoll. Vielleicht sei es sogar gut gewesen, dass sein Team noch einige Chancen liegen ließ.

„Wir haben Selbstvertrauen getankt und ein Zeichen an die Gegner gesetzt. Wir sind wieder da. Trotzdem ist es gut, dass wir nicht überdimensional hoch gewonnen haben. Da hebt jetzt keiner ab“, meinte Bühlow. Schließlich gilt es die neue Marschroute Sonnabend in Moringen zu bestätigen.

Von Matthias Jansen

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