Eishockey – DEL: Wolfsburg kassiert gegen Augsburger Panther durch späte Gegentore 3:4-Pleite nach Verlängerung

Selbst Schuld! Grizzlys spät kalt erwischt

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Sie mussten sich an die eigene Nase fassen: Die Grizzlys Wolfsburg (Doppeltorschütze Mark Voakes) kassierten gegen Augsburg eine überflüssige Heimniederlage.

Wolfsburg. Selten dämlich, diese Heimpleite! Die Grizzlys Wolfsburg gaben gestern Abend gegen die Augsburger Panther den greifbaren Sieg aus der Hand und mussten sich durch die 3:4-Pleite nach Verlängerung mit einem mageren Pünktchen gegen den scheinbaren Angstgegner begnügen.

Es war die vierte Pleite im vierten Duell gegen den AEV.

Noch vor dem Eröffnungs-Bully eine Hiobsbotschaft: Jeremy Dehner, punktbester Grizzly-Verteidiger, hatte sich in Nürnberg eine Unterkörperverletzung zugezogen. Am Rande des Spiels wiegelte Manager Karl-Heinz Fliegauf aber ab: „Das ist nichts, was das Saisonende bedeutet.“ Anders also als bei Kris Foucault. Fliegauf schätzt, dass Dehner maximal zwei Wochen fehlt.

Augsburg deutete von Beginn an seine Torgefahr an – weil Wolfsburg zwar nach vorn ordentlich Alarm machte, aber arg sorglos in der Defensive agierte. Die Quittung: Trevor Parkes bestrafte die Nachlässigkeiten (7.). Jeff Likens versäumte den Ausgleich, doch auch die Panther beschworen weiter brenzlige Szenen herauf. Evan Trupp traf den Pfosten, Thomas Holzmann scheiterte blank vor Felix Brückmann. Dann die Antwort der Gastgeber: Mark Voakes mit dem verdienten 1:1 (18.). Sebastian Furchner traf zudem noch das Quergebälk.

Ein erstes Drittel, dass nach Toren satt roch. Ganz so turbulent ging es im Mittelabschnitt zwar nicht zu, doch das Verlaufs-Muster blieb gleich: Die Fuggerstädter zogen wieder in Front, Voakes konterte mit dem 2:2. Und mit jeder Minute bauschten sich die Emotionen auf dem Eis immer mehr auf.

Die Gemüter sollten sich leicht beruhigen – und mit ihnen der Wolfsburger Sturmdrang. Augsburg im letzten Drittel zunächst aktiver, doch Alexander Weiss traf in Überzahl erstmals zur Führung der Hausherren (49.). Doch kurz vor Ultimo kassierten die Grizzlys zwei Zeitstrafen am Stück – teils umstritten. Drei gegen Fünf und das 3:3 durch Braden Lamb (59.). Damit nicht genug: In der Overtime narrte Parkes ganz Wolfsburg mit einem Bauerntrick. „Wir haben stupide Strafzeiten bekommen, Kleinigkeiten haben alles kaputt gemacht“, monierte Trainer Pavel Gross.

Von Ingo Barrenscheen

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