Handball – Regionsoberliga Damen: Wittingen/Stöcken startet mit Heimspiel

Der selbst ernannte Aufstiegsfavorit

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Ist das schon das Siegerlächeln? Die Handball-Damen der SG VfL Wittingen/Stöcken um den neuen Cheftrainer Andreas Witzke (r.) haben sich ohne Wenn und Aber den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben. 

Wittingen – Keine Blümchen-Parolen, kein Understatement. Stattdessen spricht aus Andreas Witzke das pure Selbstbewusstsein. Der Auftrag lautet sofortiger Wiederaufstieg.

Und der neue Chefcoach der SG VfL Wittingen/Stöcken ist angetreten, um diesen auch zu erfüllen in der Handball-Regionsoberliga der Damen. Als Signal-Verstärker soll am heutigen Sonnabend (15 Uhr) im Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde II direkt ein Auftakt-Erfolg her.

„Es muss schon viel zusammenkommen, damit wir unser Ziel nicht erreichen.“ Sagt Witzke aus voller Überzeugung. Für den einen oder anderen mag das schon fast hochmütig klingen. Doch er kennt durch sein Trainer-Lehrjahr in der Vorsaison beim künftigen Rivalen HSC Ehmen die Liga. Und er hat sich in der Sommerpause einen umfassenden Eindruck von seiner neuen Riege gemacht. „Ich übernehme Qualität, das sehe ich beim Training.“ Für ihn gibt es kein Drumherumreden. „Wir wollen die unglückliche letzte Saison wieder korrigieren. Auch die Spielerinnen wissen, dass das nicht so prickelnd war. Da wäre es Quatsch zu sagen, wir wollen unter die ersten Vier.“ Denn das Ticket in die Landesliga bucht nur der Meister.

Ob Wittingen/Stöcken so ein Durchmarsch gelingt wie zuletzt der ersten Vorsfelder Mannschaft (53:1-Punkte!), bleibt abzuwarten. Witzke sieht aber, Stand jetzt, keine herausstechenden Nebenbuhler. Der Vizemeister SG Zweidorf/Bortfeld II, teils mit ehemaligen Oberliga-Kräften bestückt, sei zweifelsohne stark. „Doch sie wollen und können nicht hoch“, bekräftigt der SG VfL-Coach. Denn die Landesliga ist schon durch Zweidorfs Erste blockiert. Auch der VfL Lehre hätte ein gutes Niveau. „Aber ich bin schon der Meinung, dass meine Mannschaft der Aufstiegsfavorit ist. Da müsste schon einer richtig zugeschlagen haben...“

Wittingen/Stöckens Kader hat sich punktuell verändert. Neu auf der Habenseite: Rückkehrerin Leonie Kochale, dazu die reaktivierte Torhüterin Laura Stojanovic. Hingegen legt Nena Frenkel erst einmal eine Handball-Pause ein. Insgesamt umfasst das Aufgebot 17 Spielerinnen, mit 15 kann Witzke fest planen.

Logo, dass bei den großen Ambitionen heute ein Sieg fest eingeplant ist gegen den Vorjahressiebten Vorsfelde II. Der Coach: „Wir wollen auftreten wie ein Aufstiegskandidat und zuhause Werbung für den Damenhandball in Wittingen machen.“ Wobei die Eberstadt-Reserve nicht zu unterschätzen sei. „Sie sind an jedem Tag gefährlich. Die Erste hat ja ordentlich aufgerüstet für die Landesliga. Es kann sein, dass Spielerinnen runterkommen.“ Doch letztlich will die SG VfL ihren Stiefel durchdrücken.

VON INGO BARRENSCHEEN

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