Fußball – 22. Volksbank-Hallenmaster-Cup: Premierensieg für König-Kicker

Seidel krönt Oesingens Super-Sieben

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So sehen Premierensieger aus: Der SV Groß Oesingen gewann erstmals den Volksbank-Cup.

Beetzendorf – Und wieder ein Novize auf der Ahnengalerie! Nachdem der VfL Knesebeck 2018 erstmalig den Volksbank-Hallenmaster-Cup gewonnen hatte, brandete bei der 22. Auflage Jubel im Lager des SV Groß Oesingen auf.

Das Finale in der Beetzendorfer Sporthalle gewann der Kreisligist mit seinem Mini-Kader gestern durch ein spätes Tor von Sönke Seidel mit 1:0 gegen den Rekordsieger VfL Wittingen/Suderwittingen. Bronze ging indes an Bezirksligist VfL Wahrenholz.

Halbfinale

Ihren Lauf aus der Zwischenrunde setzten die Groß Oesinger in der Vorschlussrunde direkt fort. Eike Heers (2), Heiko Dreier und Eduard Litau schossen ein deutliches 4:0 gegen Hankensbüttel heraus. Der SVGO stand zum ersten Mal überhaupt im Endspiel dieses Turniers.

Gegner dort sollte Rekordsieger Wittingen/Suderwittingen sein. Die Brauereistädter holten zwei Rückstände gegen Wahrenholz auf und setzten sich mit 4:2 durch. Marlon Jansen und Daniel Schmidt hatten die Schwarz-Gelben jeweils in Führung gebracht, doch das Fetahu-Team traf durch Boris Ruder (2), Evgeni Suskevic und Lennard Emmermann viermal.

Spiel um Platz drei

Die Wahrenholzer Führung durch Jansen konterten die Underdogs aus Hankensbüttel mit dem Ausgleich durch Joost Otte. Erneut Jansen bescherte dem VfL dann aber mit dem 2:1-Siegtreffer Bronze. „Eigentlich liegen wir damit sogar über dem Limit. Wir hatten eine sehr junge Truppe, die aber mutig aufgespielt hat“, zeigte sich der Wahrenholzer Co-Trainer Jan Schöbel zufrieden. Ab dem Halbfinale hütete übrigens A-Junior Dorian Henneicke anstelle von Schweden-Import Mats-Ole Herz den Kasten des Bezirksligisten.

Finale

Äußerst spannend gestaltete sich das Duell der beiden Kreisligisten aus Groß Oesingen und Wittingen. Das Endspiel, es war naturgemäß eher von Taktik geprägt. Erst anderthalb Minuten vor Ultimo war es Youngster Sönke Seidel, der VfL-Schlussmann Lennart Hoffmann einen Tunnel verpasste und den SVGO in Ekstase versetzte.

Der Maxi-Erfolg für den Mini-Kader brachte Oesingens Trainer Torben König fast ein wenig aus der Fassung: „Wahnsinn, was die Jungs rausgepowert haben! Physisch wie fußballerisch. Wir haben uns von keinem Gegner kleinkriegen lassen.“ Durch Urlaub, Arbeit und Krankheit war der SVGO-Kader auf sechs Feldspieler plus Torwart geschrumpft. Schnuppe! Der Showdown sei genau nach Plan verlaufen, freute sich König: „Ein spätes Tor, damit Wittingen nicht mehr reagieren kann.“ Wenngleich die Oesinger nach der Pokal-Übergabe fast ein wenig zu müde zum Jubeln wirkten, kündigte König an: „Wir werden es heute noch richtig krachen lassen.“

Derweil zollte Wittingens Coach Naim Fetahu dem Kontrahenten Respekt: „Ich denke, meine Jungs haben mit den besten Fußball gespielt. Letztendlich hat ein Tor entschieden. Unterm Strich haben es die Groß Oesinger mit sechs Mann aber gut gemacht.“

VON INGO BARRENSCHEEN UND FLORIAN SCHULZ

22. Volksbank-Hallenmaster-Cup: die Bilder

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