Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz gewinnt Auftakt gegen Gamsen 4:1, verliert aber seinen Keeper

Schwere Ganz-Verletzung trübt Sturm an die Spitze

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Wir waren unwahrscheinlich effektiv in der ersten Halbzeit.

Wahrenholz – Tabellenführer! Wann hat es das zuletzt beim VfL Wahrenholz gegeben? Auch wenn die Fußball-Bezirksliga gestern nur einen Halbspieltags-Job erledigte, so kann sich das Taterbusch-Team nach dem 4:1-Startsieg über den MTV Gamsen wenigstens bis Mittwoch zunächst einmal in dieser Momentaufnahme sonnen.

Auch Trainer Thorsten Thielemann sprach gestern von einem „guten Auftakt“. Allerdings getrübt durch eine dicke Hiobsbotschaft!. .

Denn die Begegnung war keine 25 Minuten alt, da blieb VfL-Schlussmann Justus Ganz nach einer unübersichtlichen Zweikampf-Situation im Strafraum liegen, musste gestützt von zwei Mitspielern das Feld verlassen und wurde schließlich in der Halbzeitpause mit dem Krankenwagen abtransportiert. Am Abend dann bereits die bittere Diagnose: Sprunggelenk gebrochen, Innen- und Außenband gerissen, am Dienstag erfolgt die OP! Was für eine bittere Nachricht.

Als die Partie für Ganz jäh vorbei war, stand es gerade 1:1. Weil sich die Schwarz-Gelben, zum Ärger ihres Coaches, „zu schnell“ den Ausgleich durch Jonas Ptassek gefangen hatten. „Da hatten wir keinen richtigen Zugriff im Mittelfeld“, bemängelte Thielemann. Viel mehr hatte er seiner Mannschaft aber auch nicht anzukreiden. Weil diese weitermarschierte und Patrick Schön den zweiten starken Wahrenholzer Angriff vollendete (30.). „Genauso stelle ich mir das vor“, frohlockte Thielemann. Zum psychologisch besten Zeitpunkt verlängerte Marcell Meyer praktisch mit dem Pausenpfiff einen Freistoß von Jan Reitmeier zur 3:1-Pausenführung. Und sein Chef konstatierte: „Wir waren unwahrscheinlich effektiv in der ersten Halbzeit.“

Unwahrscheinlich abgezockt derweil nach dem Wechsel. Die Gastgeber ließen Gamsen kommen, am Sechzehner war aber Endstation. Und dann lief die Konterwelle. Marlon Jansen – Pfosten. Lars Koch – auf der Linie gerettet. Wahrenholz hätte Gamsen schon früher den Gnadenstoß versetzen können, dafür sorgte letztlich das Tandem Reitmeier-Meyer mit der zweiten Co-Produktion: Einwurf, wieder ein Kopfball, Tor (76.).

Thielemann wollte das 4:1 nicht zu hoch hängen. „Nächste Woche gegen Lupo wird es genauso schwer. Der Sieg war wichtig für die Moral und damit du die Zuschauer auf deine Seite ziehst.“

ib

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