TSV-Mitglieder sagen Ja zur angedachten Fußball-Ehe mit Vorhop / VfL-Votum entscheidet

Schönewörde: Grünes Licht für Fusionspläne!

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Verschmelzen sie künftig auf dem Feld wie auf dem Parkett zu einer Einheit? Der TSV Schönewörde (r.) und VfL Vorhop hegen konkrete Fusionspläne. Die erste Hürde ist mit dem Go der TSV-Versammlung genommen.

Schönewörde – Der kluge Mann baut vor. Um den Spielbetrieb auch in Zukunft sicherstellen zu können, tüfteln der VfL Vorhop und TSV Schönewörde schon länger im Hintergrund an einer geplanten Fußball-Fusion. Mittlerweile ein offenes Geheimnis.

Und die Verschmelzung nimmt nunmehr konkrete Formen an.

Denn die Mitgliederversammlung vom TSV Schönewörde hat ihrerseits am Samstag – einstimmig – grünes Licht für die kanalübergreifende Kicker-Koalition gegeben! Segnen nun auch noch die Vorhoper bei ihrer Versammlung am 23. Februar den Plan ab, könnte es schon zur neuen Saison heißen: Aus zwei mach eins.

FC Schwülper als Vorbild

Schönewördes Fußballspartenleiter Stefan Müller präsentierte am Samstag den Stand der Dinge. Die Fußballsparten sind sich nach intensiven, konstruktiven wie einvernehmlichen Gesprächen „auf Augenhöhe“ (Müller) einig, gemeinsame Sache machen zu wollen. Nachdem die halbe Miete im Sack ist, blicken alle gespannt auf das Vorhoper Votum.

Der VfL-Vorsitzende Nicky Urbanitsch wollte noch nicht allzu sehr vorgreifen, weil das Konzept erst bei seiner Mitgliederversammlung von allen Seiten beleuchtet und ein Meinungsbild abgefragt wird. Das Okay des TSV dürfte aber eine Signalwirkung haben. Urbanitsch erklärte lediglich: „Das ganze Thema ist von beiden Vereinen intensiv vorbereitet worden. Wenn die Abstimmung bei uns am 23. Februar positiv ausfällt, werden wir diesen Weg gehen und hoffen, dass wir es dann auch schon zur neuen Saison schaffen.“ Da die Zeit drängt, müssten dann die vielen, vielen Detailfragen schnellstmöglich geklärt werden und es geht ans Eingemachte.

Ziel: Start im Sommer

Aller Voraussicht nach würde, nach dem Vorbild des Südkreis-Vertreters FC Schwülper, ein komplett neuer Fußball-Club gegründet werden. Outgesourct von den Stammvereinen TSV und VfL. Welchen Namen diese potenzielle Zweigstelle tragen wird, darüber wird noch diskutiert. Wichtig ist: Lediglich die aktiven Spieler müssten in den neuen Verein eintreten – sie bleiben wohlgemerkt Mitglied in ihrem jeweiligen Stammverein, zahlen auch dort ihre Beiträge.

Künftig zwei Teams

Ganz klar: Solch eine Aufgabe der Identität ist immer ein sensibles Thema. Aktuell stellen die Vorhoper auch noch zwei aktive Herrenmannschaften. Warum also der angedachte Zusammenschluss? Weil der Kader der Ersten, genau wie Schönewördes Team, knapp bemessen ist und einige Altgediente im Sommer aufhören wollen.

Zudem würde sich in den kommenden Jahren im Nachwuchsbereich ein Riesen-Loch auftun. Um auch perspektivisch eine gute Performance hinlegen zu können, sei die Fusion alternativlos, meinte Müller. Im Grunde leisten die Partner in spe Pionierarbeit für andere Nordkreis-Vereine. Denn angesichts der rückläufigen Zahlen allenthalben dürften noch eine Reihe von Zusammenschlüssen in den kommenden Jahren folgen.

Angedacht ist, künftig vereint mit zwei Teams an den Start zu gehen. Eine in der Kreisliga/1. Kreisklasse (je nachdem, ob Vorhop die Klasse hält, trainiert von Walter Dürkop), eine in der 3. Kreisklasse. Das hätte auch Einfluss auf die Auf- und Abstiegsfrage unterhalb der 1. Kreisklasse.

VON INGO BARRENSCHEEN UND MANFRED GADES

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