Wochenpokal: Wahrenholz deklassiert Wittingen beim 5:1 und freut sich über namhaften Neuzugang

Schön war’s nicht schön genug

Die Wahrenholzer Spieler schreien vor Freude und ballen die Fäuste nach ihrem deutlichen 5:1-Sieg gegen den Staffelrivalen VfL Wittingen/S. Fotos: Marud

Vorhop. Er schoss vier der fünf Wahrenholzer Tore. Zufrieden war Patrick Schön deshalb noch lange nicht. „Das Problem ist, dass ich acht Stück hätte machen können“, zeigte sich der Rechtsaußen trotz des 5:1-Sieges über den VfL Wittingen/S.

beim Finale des Wochenpokals in Vorhop erstaunlich selbstkritisch.

Dabei hatte Schön vor der Pause für einen Hattrick gesorgt (7., 21., 27.). Tor Nummer eins und drei hatte er nach einem Foul- bzw. Handelfmeter erzielt, ließ aber vor dem Wechsel gegen die restlos überforderten Wittinger weitere Gelegenheiten aus. „Besser bei einem Turnier als im Punktspiel“, nahm es Schön dann doch gelassen. Zumal er auch noch den 5:1-Endstand markierte (69.). Timo Neumann sorgte für das zwischenzeitliche 4:0 (52.), Wittingens Sven Arndt gelang nach 57 Minuten das Ehrentor zum 1:4.

Und auch der Wahrenholzer Trainer Torben Gryglewski war nicht ganz zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf zwei Tage vor dem Pokalspiel gegen den VfB Fallersleben. Hatte ihm die erste Halbzeit noch gefallen, relativierte sich dieser Eindruck im zweiten Abschnitt, weil die seit der 27. Minute in Unterzahl spielenden Wittinger (Rot für Robert Böttger nach Handspiel und Rangelei) ihre Torgefährlichkeit wiederentdeckten und wiederholt für Gefahr sorgten. Dass sein Team im Hinblick auf Sonntag „einen Gang zurückschaltete“, konnte Gryglewski nachvollziehen. „Trotzdem war unser Defensivverhalten nicht gut. Und das ärgert mich.“

Richtig angefressen wirkte Wittingens Co-Trainer Bernd Borchers, der beide Strafstöße sowie auch den Feldverweis nicht nachvollziehen konnte und mit dem Unparteiischen Herbert Schacht hart ins Gericht ging. „Der hat eine Phobie gegen uns.“ Mit beißender Ironie reagierte er zudem auf den Auftritt seiner Schützlinge. „Wir hatten in den ersten 30 Sekunden die Kontrolle über das Spiel. Mit den fünf Treffern sind wir noch gut bedient.“

Freude herrschte bei den Wahrenholzern nicht nur über diesen Finaltriumph, sondern auch über eine Neuverpflichtung. Der Pole Sebastian Sypek gab sein Debüt. In seiner Heimat spielte der offensive Mittelfeldspieler einst in der vierten Liga und wohnt seit einem Jahr berufsbedingt in Betzhorn. „Ein genialer Zufall“, strahlte der Wahrenholzer Spartenleiter Stefan Frommelt.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Schön (7. FE, 21., 27. HE), 4:0 Neumann (52.), 4:1 Arndt (57.), 5:1 Schön (69.). Rote Karte: Böttger (Wittingen/27.) nach Handspiel/Rangelei.

Von Arek Marud

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