Jugendhandball – Regionsteams: WC-Reserve geht in Lehre unter / Sieg für MA

Schneemelcher angefressen

Höhenflug: Die MA der SG VfL Wittingen/Stöcken (M. Jannes Hillebrand, r. Henrik Boehm) steht in der Regionsoberliga bei drei Siegen aus drei Spielen.
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Höhenflug: Die MA der SG VfL Wittingen/Stöcken (M. Jannes Hillebrand, r. Henrik Boehm) steht in der Regionsoberliga bei drei Siegen aus drei Spielen.
  • Rouven Peter
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Isenhagener Land – 15:43! Das war ein Nackenschlag für die Jugendhandballer der SG VfL Wittingen/Stöcken II in der WC-Regionsliga. Das Team hat beim VfL Lehre eine gehörige Schlappe erlitten.

Die einzig siegreichen Teams aus Wittinger Sicht waren die A-Junioren in der Regionsoberliga und die C-Juniorinnen-Erstvertretung in der Regionsliga.

Regionsoberliga MA

SG VfL Wittingen/St. – SG Südkreis 37:27 (16:13)

Das Spiel gestaltete sich über weite Strecken offen mit leichtem Vorteil für die Heimmannschaft. Diesen hätte Wittingen/Stöcken frühzeitig nutzen können, versäumte es aber, die Tore zu werfen. Die Deckung stand über weite Teile stabil und agierte in gewünschter Form; schnelles Verschieben und das Heraustreten auf den Wurfarm. Einzig der gegnerische Spieler auf Halblinks stellte eine permanente Bedrohung dar. Erst mit Hilfe einer Manndeckung wurde dieses Problem behoben. Darüber hinaus versäumte man es in der ersten Hälfte, wie angedeutet, die herausgespielten Chancen zu nutzen. Sodass es mit einem knappen 16:13 in die Pause ging. In Hälfte zwei mühte sich Wittingen/Stöcken, den Vorsprung auszubauen. Der Gegner versuchte übers Blockieren der Außen, den Angriff der Hausherren auf den Aufbau zu begrenzen, was tatsächlich gelang. Jedoch vermochte es die Heimsieben, trotz dieser Einengung, weiter genügend Chancen herauszuspielen. Simon Bartel tat sich vermehrt als wurfgewaltiger Rückraumschütze hervor. Zum Ende hin ermattete auch die Gegenwehr des Gegners, sodass sich die SG VfL auf 37:27 absetzte. Insgesamt durchaus ein ansehnliches Spiel; vor allem ohne größere Brüche, wie in den letzten Spielen.

. Tore SG VfL: Schiller, Hillebrand (jeweils 9), Bartel (7), Wolter (6), Dobberstein (5), Beyer, Grahn (jeweils 1).

Regionsoberliga WB

JMSG Vechelde – Isenhagen/Oes. 26:9 (9:5)

Krankheitsbedingt reiste Isenhagen/Oesingens weibliche B-Jugend nur zu siebt nach Vechelde – und zudem mit drei Spielerinnen, die ihr erstes Handballspiel überhaupt bestritten! Dennoch verkaufte sich das Rumpfteam in der ersten Hälfte sehr teuer und lag nur mit 5:9 im Hintertreffen – auch bedingt durch die sehr gute Torhüterleistung von Kimberly Burghard. Coach Wolfgang Symmank: „In der zweiten Halbzeit fehlte die Kraft und die erfahrenen Gegnerinnen nutzten ihre Chancen.“

. Tore: Chiara Busch (5), Josephine Chefu (2), Julia Dalomer, Marie Wenig (je 1).

Regionsliga WC

HG Elm – Wittingen/St. 19:22 (13:9)

Im zweiten Saisonspiel fuhr Wittingen/Stöcken den ersten Sieg ein. Eine bärenstarke Leistung in der zweiten Hälfte war die Grundlage für den verdienten Erfolg. In Abschnitt eins folgte die SG VfL zeitweise den alten Mustern und musste mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel agierten die Mädels deutlich konzentrierter. In der Abwehr wurde kompromisslos zugepackt, auch im Angriff lief es besser. Insbesondere in der Schlussphase kaufte die SG VfL dem Gegner den Schneid ab. Selbst in zweifacher Unterzahl kassierte das Team keinen Treffer, war vorn aber erfolgreich. So sprang am Ende ein verdienter Sieg heraus.

. Tore SG VfL: Cicio (6), Reinecke (5), Hawellek (4/2), Dobberstein (3), Kahrens, Jördens (jeweils 2).

VfL Lehre – Wittingen/St. II 43:15 (20:10)

Leicht angefressen kommentierte SG VfL II-Trainer Volker Schneemelcher das Spiel seiner Schützlinge: „Kollektivschlaf? Schwer zu beschreiben und schwer zu verstehen.“ Lehre störte früh und körperbetont. Das war für einige Spielerinnen doch sehr respekteinflößend. Chancen hatte das junge Gästeteam ausreichend. Diese wurden aber sehr fahrlässig vergeben. „Lehre machte das weitaus besser“, bilanzierte Schneemelcher. Die Wittingen/Stöckener Reserve zeigte gute Ansätze im Spielaufbau, Lehre nicht. Dafür aber war die Heimsieben effizient genug. Schneemelcher: „Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft wollte Lehre etwas Gutes tun. Bei einer Niederlage gegen diesen starken Gegner mit 15 Toren wäre alles im grünen Bereich.“ Doch die Auswärtstruppe gab sich auf. „In diesem Spiel hätte ich fünf Time-Out-Karten benötigt“, ärgerte sich der Coach.

. Tore SG VfL II: Fetahu (4), Kahrens, Löwen, Moser (jeweils 3), Fleitling (2).

Regionsliga WD

HSG Müden-Seershausen – Wittingen/St. 26:10 (13:4)

Müden ist verdient als Sieger vom Platz gegangen. „Ich hatte gehofft, wir wären schon näher dran, aber wir haben leider die beiden Auswahlspielerinnen nicht in den Griff bekommen“, bedauerte Brauereistadt-Coach Arne Gade. Sein Team habe alles versucht und gegen eine sehr gute Deckung zehn Tore erkämpft. „Mit etwas mehr Zielstrebigkeit und Treffsicherheit in der einen oder anderen Situation wären auch noch mehr Tore drin gewesen“, meinte Gade.

. Tore SG VfL: Jördens (4), Schmidt, Averbeck, Heine (jeweils 2).

JSG Allertal II – Wittingen/St. II 15:9 (6:4)

Die SG VfL-Reserve spielte nur fünf Minuten guten Handball. Das aber reicht nicht aus. Die Gäste erwischten zwar einen guten Start, legten einen 4:0-Lauf hin, danach war bei einigen Spielerinnen die Luft raus. „Wir waren unkonzentriert, haben zu leicht die Bälle hergeschenkt und nicht mehr konsequent gegen den Ball verteidigt“, ärgerte sich Trainer Arne Gade. Somit gewann die JSG Allertal II das Spiel.

. Tore SG VfL II: Wesemann (4), Müller (2), Kröger, Essmann, Cohrs (jeweils 1).

Regionsliga WE

SG VfL Wittingen/St. – MTV Vorsfelde 10:19 (6:8)

Die erste Halbzeit gestaltete Wittingen/Stöcken noch ausgeglichen, danach ließ sich die Heimsieben aber zu oft überlaufen und Vorsfelde zu leichten Toren kommen. „Mit etwas mehr Laufbereitschaft hätten wir vielleicht nicht die Niederlage abwenden können, aber zumindest nicht die neun Tore Unterschied gehabt“, meinte SG VfL-Übungsleiter Arne Gade. Alles in allem sei es ein tolles Duell auf Augenhöhe gewesen.

. Tore SG VfL: Nowak (3), Frank, Wegner (jeweils 2), Gade, Reinecke, Stucke (jeweils 1).

VON ROUVEN PETER

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