Fußball – Kreisliga: Rühen bleibt trotz Niederlage vorn / WSC mit Lichtblick

Schneckenrennen um den Thron

Der VfL Vorhop (Pierre Peesel) am Boden: Das gallische Dorf unterliegt der SV Leiferde mit 0:2 und bleibt damit im Rotlichtviertel.
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Der VfL Vorhop (Pierre Peesel) am Boden: Das gallische Dorf unterliegt der SV Leiferde mit 0:2 und bleibt damit im Rotlichtviertel.

Isenhagener Land – Will denn wirklich keiner? Keines der Top-Teams konnte am Wochenende einen Sieg landen und so steht der SV BW Rühen trotz der 0:2-Niederlage gegen die SV Meinersen weiterhin an der Spitze der Fußball-Kreisliga.

Im Spitzenspiel (siehe Artikel unten) teilten sich der VfL Knesebeck und VfL Germania Ummern mit einem 2:2-Remis die Punkte. Big points dagegen landete der Wesendorfer SC im Abstiegskampf. Die Blau-Weißen bezwangen den TuS Müden-Dieckhorst überraschend klar mit 3:0. Der VfL Vorhop dagegen guckt mit dem 0:2 gegen die SV Leiferde weiter in die Röhre.

TuS Müden-Dieckhorst – Wesendorfer SC 0:3 (0:3)

Wesendorf konnte sich am Ende über das verdiente 3:0 im wichtigen Abstiegskampf-Duell in Müden freuen. „Wenn man das Spiel über neunzig Minuten betrachtet, denke ich, waren wir heute besser“, resümiert Wesendorf-Coach Mathias Hopp. Doch die Partie war lange nicht so eindeutig, wie sie am Ende zu sein scheint. Lange mühten sich beide Teams und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Immer wieder wechselten sich beide Teams mit ihren Chancen ab: „Uns war klar, wer hier das erste Tor schießt, gewinnt heute“, urteilt Hopp. Beide feuerten auch unermüdlich auf die Tore und lagen nicht weit davon entfernt, den Siegtreffer zu schießen. Dies ist den Wesendorfern dann in der 69. Minute durch Topscorer Waldemar Bier geglückt. Am Ende dann das alte Spiel: Müden versuchte noch, verzweifelt den Ausgleich zu machen und Wesendorf konnte den Deckel mit einem Kontertor drauf machen.

VfL Vorhop – SV Leiferde 0:2 (0:2)

„Es ist leider jede Woche dasselbe“, moniert Walter Dürkop nach der erneuten Pleite in der Liga. Diesmal kam der Gegner aus Leiferde und zeigte den Weiß-Roten in der ersten Hälfte ihre Grenzen auf. „Wir haben Leiferde in der ersten Halbzeit total den Schneid abgekauft“, beklagt sich Dürkop und fährt fort: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.“ Auch vorne wird Vorhop nicht allzu gefährlich, denn auch bei der vierten Niederlage in Folge kam Dürkops Elf nicht oft genug vor das gegnerische Tor. Hinten „wie immer das selbe“, fingen sich die Vorhopper durch einfache Fehler zwei unnötige Gegentore. Für Dürkop wäre dieses Spiel eigentlich „ein klassisches 0:0“ gewesen und er ärgert sich, dass es mal wieder an den gleichen Fehlern gelegen hat. Seine Mannschaft jedoch nimmt er in Schutz und lobt: „Wir haben immer noch eine gute Moral.“ Nächste Woche muss seine Mannschaft im Abstiegskampf gegen Wesendorf diese Moral beweisen.

SV BW Rühen – SV Meinersen 0:2 (0:1)

Direkt eine Pleite: Spiel eins nach der Entlassung von Ex-Trainer André Thiele ging für Rühen in die Hose.

Nach dem letztwöchigen Remis gegen Schwülper wollte Rühen heute wieder dreifach punkten. Doch gegen den vermeindlichen Underdog und Tabellenzwölften heißt es: Pustekuchen! 0:2 verliert der Ligaprimus zuhause gegen Meinersen. Rühens René Boße hatte bei dieser Halbzeit vor allem die Passschwäche zu bemängeln: „Wir hatten zu viele Fehlpässe und haben dem Gegner teilweise den Ball direkt in den Fuß gespielt.“ Er ist sich bewusst: „Wir haben dieses Spiel vor allem wegen unserer schwachen ersten Halbzeit verloren.“ Mit einem Rückstand nach einem Meinersener Konter ging es in die Kabine, wo man den Spielern klar machte: „Brust raus!“ Und so kamen die Rühener auch wieder aufs Feld. Die Blau-Weißen versuchten vieles und wollten beweisen, dass sie an die Spitze gehören. Trotz einiger gelungener Angriffe und Chancen konnte Rühen nicht zum ersehnten Ausgleich treffen. So fiel das 0:2 und die Entscheidung dann zwangsläufig, als sie noch einmal alles nach vorne werfen wollten und sich Räume zum Kontern für Meinersen auftaten.

TSV Hillerse II – Groß Oesingen 0:4 (0:2)

Es war eine sehr dominante Partie von uns“, lobte Torben König seine Oesinger. Ein klares Ergebnis erzielte der Tabellenfünfte in Hillerse, das Königs Meinung nach noch höher hätte ausfallen können. Bereits nach einer guten viertel Stunde lag seine Elf mit 2:0 in Führung und ließ den Gastgebern keinen Platz zur Entfaltung. So erspielten sich die Oesinger einige gute Torchancen, waren aber auch teilweise nicht konsequent genug vor dem Tor. „Wir hätten hier auch bestimmt noch ein bis zwei Treffer mehr schießen können“, erklärte der Übungsleiter. Das sportliche Highlight lieferte dann Doppelpacker und Torjäger Eduard Litau in der 59. Minute: Nach einer hervorragenden Ecke nahm Litau den Ball volley und beförderte ihn sehenswert direkt in die Maschen. Den Schlusspunkt setzte dann jedoch Constantin Heers eine Minute vor Abpfiff gegen einen nahezu wehrlosen TSV Hillerse II.

VON DOMINIK SCHWERMA

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