Handball – Oberliga Herren: Wittingen mit vermeidbarer 27:31-Niederlage

VfL schlittert roter Zone entgegen

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Langsam aber sicher geht es dem VfL Wittingen (am Ball Lars Erxleben) an den Kragen. Nach der 27:31-Niederlage gegen den TV Jahn Duderstadt beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch einen Punkt. 

Wittingen. So schlecht wie der Samstagabend begann, so schlecht endete er auch. Eine Hiobsbotschaft vor dem Spiel, eine 27:31 (9:11)-Niederlage gegen den TV Jahn Duderstadt und ein Sieg des direkten Verfolgers: Der VfL Wittingen erlebte einen Tag zum Vergessen.

Dabei wäre die Pleite gegen den Tabellensechsten absolut vermeidbar gewesen.

Die Krux der Wittinger: Viel zu viele einfache Ballverluste in der ersten Halbzeit. „Das hat uns das Genick gebrochen“, beurteilte VfL-Co-Trainer Manfred Busch die 21 Fehlwürfe oder vermeidbaren Fehler im Angriff in den ersten 30 Minuten. Dafür hielt sich der Pausenstand mit 9:11 sogar noch sehr in Grenzen. Im zweiten Durchgang wogte das Spiel hin und her – mit dem schlechteren Ende für die Brauereistädter.

Aber beginnen wir am Anfang. Vor dem Spiel schlechte Nachrichten für Busch und Chefcoach Christian Gades: Kai Lemke musste verletzt absagen und auch Andreas Witzke konnte nicht mitspielen. So hatten die Wittinger ganze vier Rückraumspieler zur Verfügung. „Das ist gar nichts“, sagte Gades, dem folglich die Wechseloptionen fehlten. Immerhin feierten Alexander Busch und Johann Schultze ihre Comebacks. Und mussten sozusagen von Null auf Hundert über 50 Minuten Leistung zeigen.

An den beiden lag es nicht, dass die Gastgeber in Halbzeit eins eine Möglichkeit nach der anderen liegen ließen. Ganz anders dagegen der TV Jahn. „Die Mannschaften legen sich etwas zurecht, wenn sie hier hinkommen und halten sich dann auch ganz klar an die Vorgaben“, lobte Gades die geduldige Spielweise des Gegners. Insbesondere Tobias Fritsch zeichnete sich auf Seiten der Duderstädter immer wieder aus. Busch meinte: „Mit ihm hatten wir unsere Probleme.“ Richtig absetzen konnten sich die Gäste trotzdem nicht.

Enttäuschte Mienen (von links): Bastian Albrot, Manfred Busch und Sebastian Schulze kurz vor dem Schlusspfiff.

Und so gingen die Wittinger mit allen Chancen in den zweiten Durchgang. Schnell stellten sie auf unentschieden, gingen in der 46. Minute sogar mit 19:18 in Führung. Von der Abschlussschwäche der ersten 30 Minuten zunächst keine Spur mehr. Aber auch die Gäste ließen sich nicht lumpen, trafen in Hälfte zwei insgesamt 20 Mal ins gegnerische Tor. Als der VfL am Ende doch wieder unter Zugzwang geriet, kamen plötzlich die vermeidbaren Fehler zurück. „Zwei, drei freie Fehlwürfe“ (Busch) entschieden letztlich zu Gunsten des TV Jahn.

Dennoch stellten die Trainer das Positive heraus: „Die Mannschaft hat eine kämpferische Leistung gebracht. Jeder hat bis zum Ende an sich geglaubt.“ Nur standen die Brauereistädter schließlich – mal wieder in einem Heimspiel – mit leeren Händen da. Schlimmer noch: Durch den Helmstedter 33:26-Sieg gegen Schaumburg beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze lediglich einen Punkt.

Von Andreas Arens

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