Fußball – Bezirksliga: VfL Wittingen/S. gehen vor Sechs-Punkte-Spiel gegen Didderse die Spieler aus

„So schlimm war es noch nie“

Eene, meene, mu, und raus bist du... Mit sorgenvoller Miene betrachtet Trainer Naim Fetahu (r.) die Personalsorgen beim VfL Wittingen/S. Steffen Schmidt (l.) fällt am Sonntag aus, Patrick Gernsheimer aller Voraussicht nach ebenfalls. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Schlimmer geht’s nimmer? Oh doch! „So schlimm ist es noch nie gewesen“, sagt Naim Fetahu mit einer Spur Resignation in der Stimme. Der VfL Wittingen/S. steckt in der Fußball-Bezirksliga mitten in den Wochen der Wahrheit – und in der Personalklemme.

Im wichtigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SSV Didderse (Sonntag, 14. 30 Uhr) spitzt sich die Lage weiter zu.

Marcel Vietze gelbgesperrt, Christoph Meyer im Urlaub, Steffen Schmidt, Anton Marcus, Eugen Michel und Marcel Liedtke verletzt, Philipp Greve, Dennis Pavlov und Patrick Gernsheimer an und für sich 99,9-prozentige Ausfall-Kandidaten. Wenn’s dumm läuft, hat Fetahu gerade einmal acht gesunde Spieler aus seinem Stammkader zur Hand. „Ich sehe es schon kommen, dass ich das dritte Bezirksliga-Spiel in Folge machen muss“, seufzt der Wittinger Trainer und spricht von einer „Seuche“.

Und das ausgerechnet gegen Didderse. Aber wie sagte schon Dragoslav Stepanovic so schön: „Lebbe geht weider“. Ja, „das Leben geht weiter“, sagt auch Fetahu und wechselt dabei in die Trotz-Tonlage. „Wir müssen improvisieren und diese harte Zeit durchstehen. Die Jungs werden kämpfen, vielleicht geht ein Ruck durch die Mannschaft. Wir streben trotzdem einen Dreier an.“ Gleiches gilt ohne Frage auch für den Gegner, der die missliche Lage in der Brauereistadt nur zu gerne ausnutzen würde. „Die werden sich auch sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann“, betont Fetahu. Didderse blieb zuletzt zweimal ohne Tor. Überhaupt treffen am Sonntag die zwei schwächsten Offensiven aufeinander. Fetahu unkt: „Wir sind ja immer für ein Gegentor gut, haben ja schon Isenbüttel aufgebaut.“ Also muss der VfL im Umkehrschluss seine Chancen endlich einmal effektiv verwerten. Und aus der Not eine Tugend machen.

Von Ingo Barrenscheen

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