Fußball – Kreisliga: Vorhop und Knesebeck sollen diesmal Derby-Takt erhöhen

Schlager statt Kuschelrock!?

Volles Haus und endlich auch volle Pulle!? Nach dem mauen Hinspiel wollen der VfL Vorhop (M. Carsten Burgdorf) und VfL Knesebeck (Marcel Latus) bei der Derby-Neuauflage am Sonntag dem großen Publikum mehr bieten. Foto: Barrenscheen

Vorhop. Viel Ballyhoo, aber wenig Bally-hui: Im Hinspiel waren der VfL Knesebeck und VfL Vorhop von einem Derby mit Pep in etwa so weit entfernt wie die Erde vom Mond.

Nun kommt es am Sonntag (15 Uhr) in Vorhop zur Neuauflage zwischen den Nachbarn, Namensvettern und Nebenbuhlern.

Nach Meinung des pilgernden Publikums – und von Marco Lenz – darf es dieses Mal bitte ein bisschen mehr sein. Knesebecks Coach bezeichnete das erste Kräftemessen der Spezis als „Gruppen-Sitin. Das war im Kreis sitzen und Kumbaya singen... Mit einem Derby hatte das nichts zu tun.“ Dabei hätten sich die Spieler doch vorab die Köpfe heiß geredet. Auf dem Platz dann nur warme Luft, meint Lenz. Eher ein Kuschelrock-Longplayer. Daher verlangt er dieses Mal „Leidenschaft, Engagement, positive Aggressivität“.

Ganz so überspitzt fällt die Rückbetrachtung bei seinem Vorhoper Kollegen Stefan Zimolong nicht aus. „Beide Teams haben doch viel Respekt gezeigt.“ Es sei eher ein langatmiges Schachspiel gewesen. Mit kurzem Atem bei seinen Schützlingen. Im rot-weißen Lager grassierte damals die Grippewelle. Daher konnte er mit dem seichten Verlauf gut leben. Und auch dieses Mal wäre etwa Aaron-Bela Bühlow schon wieder am röcheln, so Zimolong. So stellt er sich den Derby-Virus nicht vor...

Vorhops Trainer verzichtet auf ausgeprägtes Säbelrasseln. Letztlich könne er gut und gerne auf Rivalitäts-Charakteristika verzichten, wenn am Ende drei Punkte im Kampf ums Überleben in der Fußball-Kreisliga herausspringen. „Wir müssen mit kühlen Kopf da rangehen, dürfen nicht überpacen“, gibt Zimolong seiner Prestige-Partei mit auf den Weg.

Eines können beide Übungsleiter unterschreiben: Wer spritziger und fokussierter sei an diesem besonderen Tag, der werde gewinnen. Der Heim-VfL geht die Sache „Wilsche-like“ an, sagt Zimolong in Anlehnung an den jüngsten 2:0-Paukenschlag. „Wir sind nicht der Favorit.“ Sein Gegenüber Lenz wünscht sich, dass Knesebeck „an die erste Halbzeit gegen Wesendorf (2:1, Anm. der Redaktion) anknüpft.“ Und sich mit einem Dreier weiter von der Abstiegszone „distanziert“.

Der Tenor lautet: weniger Parolen, mehr Taten. Hemmschuh ausziehen, frei von der Leber weg kicken – „denn die nächste Party kommt bestimmt“, grinst Zimolong.

Von Ingo Barrenscheen

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