Fußball – Bundesliga: Yannick Gerhardt ärgert sich über den missglückten Auftritt in Halbzeit zwei

„Schalke hat es uns in Sachen Leidenschaft vorgemacht“

Yannick Gerhardt (r.) hatte das 2:1 vor der Pause auf dem Fuß, scheiterte aber an Alexander Nübel.
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Yannick Gerhardt (r.) hatte das 2:1 vor der Pause auf dem Fuß, scheiterte aber an Alexander Nübel.

jk Gelsenkirchen – Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wie bereits teilweise während der Hinrunde zeigte der VfL Wolfsburg einmal mehr zwei Gesichter bei der 1:2-Pleite beim FC Schalke 04.

Nach der ersten Halbzeit waren die Wölfe klar im Vorteil, hatten über 60 Prozent Ballbesitz und mehr Chancen zu verzeichnen.

Doch nach dem Seitenwechsel – auch bedingt durch die Schalker Umstellung – hingen die Grün-Weißen total in der Luft und verloren somit die Kontrolle über das Spiel.

Es wäre deutlich mehr drin gewesen für die Wölfe, hätten sie in der ersten Halbzeit ihre zahlreichen Chancen auch genutzt. „Wir haben eine gute Reaktion auf den frühen Rückstand gezeigt“, lobte VfL-Akteur Yannick Gerhardt. Auch der Gegner, in Person von S04-Trainer Domenico Tedesco, hatte lobende Worte für Wolfsburg übrig. „Sie haben ein ordentliches Gegenpressing an den Tag gelegt und uns gehörig ins Laufen gebracht.“ Ähnlich sah es auch Ex-Wolf und Doppelpacker Daniel Caligiuri: „Wolfsburg hat den Ball sehr gut laufen lassen. Aber wir wussten auch, dass sie spielerisch sehr stark sind.“

Allerdings waren die flüssigen Kombinationen in Halbzeit zwei dann auch nur noch Mangelware. Die Grün-Weißen schienen teilweise wie gelähmt. Und von Minute zu Minute übernahmen die Königsblauen das Kommando und kauften dem VfL Wolfsburg somit den Schneid ab. „Wir haben dann einfach auch viel zu viele Zweikämpfe verloren“, ärgerte sich Gerhardt über die missglückten zweiten 45 Minuten. „Sehr schade, weil einfach mehr drin war für uns. Schalke hat es uns dann nach dem Seitenwechsel in Sachen Leidenschaft vorgemacht.“

Grund dafür war in erster Linie die taktische Umstellung von Tedesco. Der Trainer der Königsblauen änderte von einer Vierer- auf eine Dreierkette, was sich dann auch bezahlt machen sollte. „Wir hatten dann wieder mehr Zugriff. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, so Ex-Wolf Caligiuri. Tedesco dazu: „Wir haben uns durch die Umstellung von dem enormen Druck der Wolfsburger gelöst.“

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