Beachhandball: Letztes Turnier 2020 und viel Lehrgeld für Monsters of Beach

„Schade, dass es schon vorbei ist...“

Weiter viel gelernt: Die Monsters of Beach (am Ball Marie Goldberg) spielten gegen Top-Teams der German-Beach-Open-Serie, hier etwa gegen das Hauptstadtteam Beach Berlin.
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Weiter viel gelernt: Die Monsters of Beach (am Ball Marie Goldberg) spielten gegen Top-Teams der German-Beach-Open-Serie, hier etwa gegen das Hauptstadtteam Beach Berlin. 

Hannover/Wittingen – Lehrgeld gezahlt, vieles mitgenommen. Ihr zweites und letztes Turnier 2020 haben die Monsters of Beach (MOB) hinter sich gebracht.

Das Patchwork-Beachhandballteam, gespickt mit Spielerinnen aus verschiedenen Klubs und unter der Schirmherrschaft der SG VfL Wittingen/Stöcken, hatte gegen starke Teams beim German-Beach-Open-Blitzturnier (GBO) in Hannover-Herrenhausen das Nachsehen.

Eine Woche zuvor in Magdeburg waren die jungen Handballerinnen bereits gegen starke Mannschaften angetreten. Vor dem Turnier in Hannover „war schon klar, dass es noch einmal schärfer wird“, meinte MOB-Übungsleiter Sven Metzner. Einmal mehr stand der Lernfaktor im Vordergrund. Zuerst warteten die Gastgeberinnen, die Beach Unicorns Hannover. Die Monsters wirkten nervös und „nicht so gut eingespielt wie in Magdeburg“, fand Metzner. Die Partie endete nach zwei Sätzen mit 41:48 Toren und einem 0:2.

Schweres Duell gegen „Buli“-Spielerinnen

Weiter ging es gegen Beach Berlin. Den ersten Satz mit 18:15 für sich entschieden, mussten sich die schwarz-giftgrün-gekleideten Monsters im zweiten Abschnitt geschlagen geben und hatten auch im spielentscheidenden Shoot-Out das Nachsehen – 1:2. Und doch zeigte das mit Abstand jüngste Team des Turniers seine beste Leistung.

Besonders schwer wurde es im Anschluss gegen die Sandmöpse Neerstedt. Zwar war der spätere Turniersieger nur mit sechs Spielerinnen angetreten, mit Katharina Filter und Liv Süchting befanden sich allerdings auch zwei Bundesliga-Spielerinnen des Buxtehuder SV unter ihnen. „Die waren schwer zu bespielen“, erzählte Metzner und gab zu: „Das ist schön anzuschauen gewesen.“ Das Spiel ging nach Sätzen 0:2, nach Toren 28:43 aus. In der vierten und letzten Partie ging es gegen Strandgeflüster Minden, dem aktuellen Deutschen Meister. Die Kräfte der Monsters ließen nach, das Team musste sich klar geschlagen geben (0:2, 26:54).

Im Netz übertragen

Defensiv gefordert: MOB-Akteurin Emma Neuling wirft sich in einen Angriff, Kollegin und Namensvetterin Emma Montag beobachtet die Szene im Hintergrund.

Einmal mehr hat die MOB-Auswahl vieles mitgenommen. Ums Lernen wird es auch bei den Turnieren 2021 gehen. „Da wird es nicht anders sein“, glaubt Metzner, der speziell in der Raumaufteilung im Angriff sowie im Deckungsverhalten Verbesserungspotenzial sieht. Und vielleicht fällt ihm im Nachgang noch etwas auf, sofern das Turnier im Relive im Netz anzuschauen ist. Sportdeutschlandtv übertrug das sandige Spektakel, wenn auch mit kleinen Problemen.

Zunächst gibt es für die Monsters eine Pause, es geht bei den regulären Klubs weiter. In einigen Wochen wollen Sarah Matte und Co. wieder gemeinsam trainieren. Metzner: „Es ist schade, dass es mit den Turnieren schon vorbei ist. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr ohne Corona einigermaßen den Spielbetrieb aufnehmen können.“ VON ROUVEN PETER

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