Fußball – IK-Nachspielzeit: Außenbahner geht für Hilfsprojekt nach Afrika / Arndt lässt Ansage Taten folgen

Saretzki: Malawi statt Taterbusch

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Auslands-Aufenthalt: Flügelflitzer Marco Saretzki (r.) wird dem VfL Wahrenholz für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aufbauhilfe in Afrika statt für die eigene Mannschaft: Marco Saretzki wird dem VfL Wahrenholz in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen. Nur ein Aspekt in der IK-Nachspielzeit.

Plötzlich zappelt es wieder... Ladehemmung war gestern, Torlust ist heute bei Sven Arndt. Nach seinem Dreierpack zwei Wochen zuvor in Müden legte der in der Hinrunde schwächelnde Torjäger des VfL Wittingen/Suderwittingen mit seinem Doppelpack beim 2:1 gegen den Wesendorfer SC nach. Offenbar erst der Anfang, wenn man den Worten von Interimstrainer Peter Dierks glauben darf. „Zappel hat sich viel vorgenommen: Er will in der Rückrunde 25 Tore schießen. Das wird natürlich schwer, aber immerhin hat er jetzt schon fünf in zwei Spielen geschafft...“ Da stört es bei den Brauereistädtern auch nicht, dass der zweite Stürmer Christian Brauner (elf Tore vor der Winterpause) 2018 noch ohne persönliches Erfolgserlebnis ist. Dierks: „Das kommt ja hoffentlich wieder.“

Allzu viel Jubel wollte beim FC Oerrel nach Spielende nicht aufkommen. Denn der Sieg der Mannschaft von Trainer Christian Axt gegen den Wesendorfer SC II (2:1) war teuer erkauft. Alexander Klassen absolvierte sein erstes Spiel für den FCO, markierte den Führungstreffer und musste dann ins Krankenhaus. Verdacht auf Bänderriss lautet die Diagnose. „Echt bitter für den Jungen. Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommt“, so der Übungsleiter. Außerdem traf es noch Artur Kravcenko, der mit einer Leistenzerrung nun ausfällt. • Für den FC Brome II dagegen läuft alles nach Plan. Die Burgherren stehen weiter auf Platz eins, holten auch mit einer dezimierten Elf den Sieg beim TSV Bergfeld (2:1). Gleich fünf Stammkräfte fehlten. Deshalb musste die Reserve improvisieren. Maik Nicoll und André Jürgens (beide Altsenioren), Lasse Schönke (A-Jugend) und Marcel Lambrecht (1. Mannschaft) halfen bei der Zweitvertretung aus. Kurios dabei: Jürgens ist bereits der sechste Torhüter in der laufenden Saison für den Primus der 2. Kreisklasse 1.

Angesichts der angespannten Situation beim VfL Wahrenholz wären seine fußballerischen Dienste auch in der Heimat absolut gefragt. Doch Marco Saretzki hat sich für das kommende halbe Jahr einem anderen, sozialen Engagement verschrieben: Der wieselflinke Außenbahner geht für das Hilfsprojekt „Face“ nach Malawi. Freunde aus seiner Wolfsburger Immanuel-Kirchengemeinde hätten in dem afrikanischen Land vor einigen Jahren eine weiterführende Schule gegründet. „Ich betreue diese nun vor Ort“, erklärte Saretzki. Ziel sei es, „insbesondere junge Menschen mit eingeschränktem Bildungszugang zu befähigen, persönlich und wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen sowie einen positiven Beitrag für ihre Gesellschaft zu leisten.“ Dabei würde sich das Projekt stets bei allen Aktivitäten an christlichen Werten orientieren. Beim 0:2 gegen den 1. FC Wolfsburg feierte der sechsfache Torschütze vorerst seinen Abschied bei den Schwarz-Gelben. Zur Pause musste Saretzki runter, weil das finale Meeting vor dem Aufbruch nach Afrika anstand. Also wieder eine Alternative weniger für den kriselnden Bezirksligisten. Doch es gibt auch positive Personalien: Marcell Meyer war am Sonntag extra geschont worden. „Es bringt uns nichts, wenn er mit 70 Prozent aufläuft“, erklärte VfL-Spartenleiter Stefan Frommelt. Auch Niklas Germer hätte nach langer Verletzungspause signalisiert, ab Ostern (Samstag gegen den TSV Germania Helmstedt) wieder dabei zu sein.

Da wurde aber einer ganz schön auf die Folter gespannt... Sören Henke erlebte im Gastspiel seines Spitzenreiters SV BW Rühen beim SV Hankensbüttel eine Geduldsprobe an der Seitenlinie. Geschlagene 85 Minuten dauerte es zum Führungstreffer. „Wir hatten ja schon vorher in der zweiten Halbzeit zweimal Aluminium getroffen und es hätte mich sicherlich spürbar beruhigt, wenn die Dinger reingegangen wären“, gab der Coach zu. Das 2:0 markierte dann übrigens ein Rühener, der seit August 2016 mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzt war und erst wieder sein zweites Spiel bestritt: Robin Harms.

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