Handball – Verbandsliga: VfL siegt souverän mit 35:20 (20:11)

Ruppige Embser lassen Wittingen kalt

...und Lars Erxleben (Mitte) ließen sich wie der gesamte VfL Wittingen nicht von den aggressiven Embsern aus der Ruhe bringen. Ohne Zeitstrafe überstand der VfL die 60 Minuten. Fotos: Thiemann
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...und Lars Erxleben (Mitte) ließen sich wie der gesamte VfL Wittingen nicht von den aggressiven Embsern aus der Ruhe bringen. Ohne Zeitstrafe überstand der VfL die 60 Minuten.
  • VonChristian Thiemann
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Wittingen. Sie haben sich ihre Gelbe Hölle zurückgeholt. Nach zwei Heimniederlagen zuletzt haben die Verbandsliga-Handballer des VfL Wittingen einen eindrucksvollen 35:20 (20:11)-Sieg über den Abstiegskandidaten MTV Embsen eingefahren.

VfL-Coach Christian Gades hatte eingangs vor einem hochmotivierten Gegner gewarnt, der plötzlich seine Chance auf den Klassenerhalt wittert – und wurde bestätigt. Spielerisch zeigte der MTV jedoch kaum Nennenswertes. Über eine harte, ruppige Gangart versuchten die Gäste, den Favoriten aus dem Tritt zu bringen, stellten sich damit aber selbst ein Bein. Der beste Torschütze des MTV, Maximilian Focke, fuhr Alexander Busch beim Tempogegenstoß so übel in die Parade, dass er vorzeitig mit Rot zum Duschen geschickt wurde. Auch ansonsten agierte Embsen fast schon häufiger in Unterzahl als in Gleichzahl.

Nach dem 4:4 nutzten die Brauereistädter die Undiszipliniertheiten des Gegners konsequent aus. Lars Erxleben setzte sich immer wieder wunderbar im Eins-gegen-eins durch, sodass der VfL über 13:8 schon zur Pause komfortabel mit 20:11 führte.

„Wir haben der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass Embsen viele Zeitstrafen kassiert und wir eben dahin gehen müssen, wo es wehtut“, sagte Gades.

Im zweiten Abschnitt setzte sich sein Team immer weiter ab. Gades gab auch seinen Reservisten ausreichend Spielzeit: „Sie haben sich nahtlos eingefügt.“ Jetzt war es an Torsten Meyer, vorne für Wirbel zu sorgen. Embsen hatte das aggressive Spiel mittlerweile eingestellt – zu überlegen waren die Gastgeber.

Eine kleine Kritik wollte Gades dann aber doch noch loswerden: „Zum Ende hin haben sich bei uns einige Unkonzentriertheiten eingeschlichen. Sowohl in der Defensive als auch offensiv waren wir nicht immer voll dabei.“

Trüben sollte das die gute Stimmung jedoch nicht. Gerade nach dem Topspiel gegen Vinnhorst hatte Gades nicht damit gerechnet, dass seine Mannschaft die Spannung gegen ein Team von unten so hochhalten könnte. „Wir haben es souverän gelöst und uns auch von der harten Spielweise des Gegners nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Von Christian Thiemann

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