Heute Kreissporttag 2014 in Hankensbüttel: Vorsitz vakant

Riedels Ära endet: Ohne Nachfolger!?

Findet sich heute spontan ein Nachfolger? Der abtretende KSB-Chef Werner Riedel hat vergeblich die Werbetrommel gerührt.

Hankensbüttel. Auf der Suche nach Mr. X. . . Zehn Jahre lang hat Werner Riedel die Geschicke des Kreissportbundes Gifhorn geleitet.

Am heutigen Mittwoch schließt sich für den Vorsitzenden, der einst in Wittingen gewählt wurde und nun auf dem Kreissporttag 2014 im Hankensbütteler Schützensaal am Wiethorn (ab 19 Uhr) abtritt, der (Nord-)Kreis. Allerdings: Es ist kein Nachfolger in Aussicht!.

Es ist ja nicht so, dass Riedel nicht emsig nach einem Ehrenamts-Erben gefahndet hätte. „Ich habe schon lange Zeit Gespräche geführt.“ Eine vergebliche Funktions-Forschung bis hierhin. Riedel seufzt: „Aus den Rippen schneiden kann ich mir keinen neuen Vorsitzenden. Es müsste sich doch einer vor den KSB-Karren spannen lassen.“ Seine bisherigen Mitstreiter haben zwar allesamt ihren Verbleib zugesagt, nur an vorderster Front will sich auch aus diesem Kreis niemand stellen. Noch eine Amtszeit dranzuhängen, steht für Riedel nicht zur Diskussion. „Die zehn Jahre haben mir unheimlich Spaß gemacht, doch sie reichen auch hin. Ich bin nicht gewillt, mich nochmal breitschlagen zu lassen.“

Deshalb hofft er, dass sich heute Abend in Hankensbüttel aus dem Pulk der Delegierten – gut 120 Zusagen liegen den KSB Gifhorn vor – doch noch eine Gallionsfigur findet. Sorgen um die Zukunft seiner ehrenamtlichen Dekaden-Früchte hat Riedel nicht. Immerhin beschäftigt der Dachverband jeweils hauptamtlich eine Geschäftsstellenleiterin und einen Geschäftsführer. Und auch die Entourage des Noch-Chefs engagiert sich in höchstem Maße. „Der KSB war vor mir da und er wird auch nach mir da sein. Momentan herrscht sogar eher eine positive Aufbruchstimmung.“ Immerhin bezieht die Geschäftsstelle ab Dezember neue Räumlichkeiten.

Von der Vorreiter-Vakanz einmal abgesehen, birgt der Kreissporttag 2014 „keinen Zündstoff“, meint Riedel. Die Vereins-Vertreter müssen über eine Beitragsanpassung abstimmen, die vom Landessportbund auferlegt wird. Ansonsten gibt es nur noch redaktionelle Satzungsänderungen.

Von Ingo Barrenscheen

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