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Repke verleiht Flügel: Traditionswettbewerb

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Stau auf der Startbahn: Das Pfingstvergleichsfliegen lockt auch 2011 viele Piloten an. Foto: privat
Stau auf der Startbahn: Das Pfingstvergleichsfliegen lockt auch 2011 viele Piloten an. Foto: privat

red Repke. Um die isländische Staubwolke müssen sich diese Piloten keine Sorgen machen: Ab dem kommenden Donnerstag, 2. Juni, ist wieder jede Menge los auf dem Segelflugplatz in der Schnuckenheide. Die Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI) lädt zum traditionellen Vergleichsfliegen ein, das durch seine familiäre Atmosphäre und gut durchdachte Aufgaben überzeugt.

Repke verleiht Flügel... 30 Flugzeuge und 43 Piloten aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein finden sich zusammen, um sich zu messen oder in die Wettbewerbsfliegerei hineinzuschnuppern. Zwei verlängerte Wochenenden mit insgesamt acht Tagen bilden ein großes Ganzes. Der Zeitplan ist familienfreundlich und oft bringen die Aktiven auch Partner und Kinder mit, die sie unterstützen. Segelfliegen ist ein Teamsport und jeder Pilot wird durch eine Mannschaft unterstützt oder sie helfen sich gegenseitig.

Im Jahr 1978 rief Wettbewerbsleiter Lothar Dittmer das Vergleichsfliegen mit ins Leben und betreut es bis heute. „Wir haben damals mit nur fünf Flugzeugen angefangen, alle aus Holz“, erinnert sich der Mann der ersten Stunde. „Heute ist alles einfacher geworden, die Flugzeuge haben alle GPS, das den Flug aufzeichnet. Früher mussten die Wendepunkte in einem bestimmten Winkel per Hand fotografiert werden. Da hat die Auswertung bis nachts um eins gedauert“, lacht Dittmer.

Jedes Jahr melden sich in Repke mehr Teilnehmer an, als Plätze vorhanden sind. Darunter völlig neue Gesichter, aber auch alte Hasen, die schon bei der Premiere dabei waren. Ob Anfänger oder EM-Flieger: Das Spektrum ist weit gefächert. Gestartet wird in zwei Klassen, aufgeteilt nach Leistungsstand oder Flugzeugtyp. Der Unterschied liegt dann in der Schwierigkeit der Aufgaben. So können auch Anfänger die Prüfungen bewältigen. Meist werden fixe Punkte festgelegt, die es zu umrunden beziehungsweise zu erreichen gilt. Start- und Ziel ist jeweils der Flugplatz Schnuckenheide. Wer die Strecke am schnellsten umrundet, gewinnt. Eine andere Variante ist eine Zeitvorgabe: Die meisten geflogenen Kilometer bedeuten Platz eins. Nicht selten kommt es zu Außenlandungen abseits des Heimatflugplatzes. Dann wird das Flugzeug an Ort und Stelle auseinandergenommen und zum Anhänger getragen. Manchmal eine recht schweißtreibende Angelegenheit.

An den Wettbewerbstagen geht es bei der LVI hoch her, die Flugzeuge müssen morgens aufgerüstet, flugfertig gemacht und an den Start gezogen werden. Dann beginnt das Warten auf den Auftakt. Ist dieser erfolgt, werden die Gleiter im Minutentakt mit der Winde nach oben gezogen. Dort warten sie, bis alle Flugzeuge der Klasse in der Luft sind und der Start der Tagesaufgabe freigegeben wird. Für das Bodenpersonal wird es gegen Nachmittag spannend. Wer ist am schnellsten? Kommen alle an oder klingelt zwischendurch das Telefon? Gegen Abend sind alle Flüge ausgewertet und die Tagesplatzierungen werden aufmerksam studiert und diskutiert.

Zuschauer können das geschäftigen Treiben beim Pfingstvergleichsfliegen gerne mitverfolgen, sagt Veranstalter LVI.

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