Handball – Landesliga LG Herren: Wiedersehen mit MTV Soltau

Reminiszenz an Oberliga-Zeit

Die Oberliga-Zeiten liegen hinter ihnen: Nun haben sich die Teams aus Wittingen (Peter Schultze) und Soltau verändert und treffen in der Landesliga aufeinander.
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Die Oberliga-Zeiten liegen hinter ihnen: Nun haben sich die Teams aus Wittingen (Peter Schultze) und Soltau verändert und treffen in der Landesliga aufeinander.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wittingen – Sollte bei dem ein oder anderen Getreuen auf der Tribüne der Gelben Hölle am heutigen Sonnabend (17 Uhr) etwas Wehmut aufkommen, es wäre nur verständlich.

Denn als sich die SG VfL Wittingen/Stöcken (respektive das Vorgänger-Modell) und der MTV Soltau letztmals gegenüberstanden, genoss die Partie noch das Prädikat Handball-Oberliga. Gut zwei Jahre später sehen sich beide Clubs mittlerweile zwei Klassen tiefer wieder. Eine Reminiszenz in der Landesliga Lüneburg. Als zweieiige Zwillinge. Denn während die Handballer aus der Heidepark-Stadt den Umbruch bereits vollzogen haben, befindet sich das Pendant aus der Brauereistadt noch im Anfangsstadium.

„Wir sind ein bisschen die Nachahmer“, meint SG VfL-Coach Christian Gades mit Blick auf den zweiten Saisongegner und alten Weggefährten. Wittingen und Soltau waren 2017 zusammen aus der Oberliga abgestiegen, der MTV wurde direkt durchgereicht, hat sich gezwungenermaßen verjüngt. Die SG VfL folgte nun im Frühling mehr oder minder freiwillig angesichts des empfindlichen Aderlasses in jüngster Vergangenheit. Und auch im Tableau haben die Heide-Handballer dem hiesigen Ebenbild etwas voraus: Sie haben den ersten Erfolg (36:34 gegen Uelzen) schon in der Tasche.

Wittingen/Stöcken will heute nachziehen. Um den Veränderungsprozess voranzutreiben. „Da helfen Siege mehr als Niederlagen“, weiß Gades um die Kraft des Allheilmittels. In diesem Zusammenhang spricht der Coach auch einen Juckepunkt an, der ihn „schon frustriert“. Wenngleich es kein neues Phänomen sei. Die Trainings-Beteiligung. Seit Jahren ein Kardinalproblem in Wittingen. Dabei wäre es gerade jetzt so wichtig, dass sich das neue, noch fragile Gebilde einspielt. „Es ist fast schon kurios, wenn du erst am Wochenende in die Situation kommst, Sechs gegen Sechs zu spielen“, flüchtet sich Gades in Galgenhumor. Das würde sich eben auf der Platte widerspiegeln. „So ist es schwierig, in Tritt zu kommen.“

Siehe die Auftaktpleite in Celle (27:29). Wobei Gades nicht alles schlecht machen will. „Es waren auch gute Sachen dabei.“ Diese müsse Wittingen/Stöcken ausbauen bei der Heimpremiere gegen Soltau. „Dann ist auf jeden Fall etwas drin.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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