Fußball – Relegation zur Kreisliga: TSV Hillerse II hat erneut ein Endspiel / Wieder in Wesendorf, aber gegen SV Osloß

Relegations-Trauma vergessen machen

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Mit anderthalb Beinen war der SV Osloß schon in der Kreisliga. Dann folgte das erste Endspiel gegen den SV BW Rühen. Nun soll es dann durch die Hintertür gegen den TSV Hillerse II am Sonntag gelingen.

Wesendorf. An Relegationsspiele erinnert sich Florian Hildebrandt, Trainer vom TSV Hillserse II, nur ungern zurück. Und auch nur wenn er darauf angesprochen wird, was zuletzt aber oftmals passierte. Die Vorgeschichte: In der Saison 2012/13 erreichte der TSV in der 1.

Kreisklasse 2 den zweiten Rang, musste somit im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga gegen den VfL Knesebeck ran. Allerdings ging das Finalspiel in Wesendorf deutlich in die Hose, Hillerse wurde mit 4:0 von den Einhörnern vom Platz gefegt. Nun soll sich der Kreis endlich schließen und das Relegations-Trauma bewältigt werden. Dafür muss am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Osloß ein Sieg her. Das Lustige an der ganzen Geschichte? Wieder ist Wesendorf der Austragungsort.

Auch vor fünf Jahren war Hildebrandt an der Seitenlinie, leitete die Geschickte des TSV. Ebenfalls zwei Akteure, die heute noch im Kader stehen, erlebten das Drama mit. „Das müssen wir jetzt einfach aus dem Gedächtnis streichen. Die Jungs sind motiviert und heiß auf das Spiel“, so der Coach. Das sieht man auch daran, dass einige Kicker die geplante Mannschaftsfahrt nach Mallorca absagten. Der Kampf um den Aufstieg steht im Vordergrund. „Wir müssen besser spielen als im Pokal. Die gleiche Performance wird gegen Osloß definitiv nicht reichen. Vor allem müssen wir die brandgefährliche Offensive in den Griff bekommen, sonst wird es schwer“, warnt der Übungsleiter.

Die Zweitvertretung geht mit viel Selbstvertrauen in das Endspiel, hat den Pokalsieg im Rücken. Andere Vorzeichen dagegen beim Kontrahenten Osloß. Lange Zeit hatten die Blau-Weißen den Platz an der Sonne inne, ließen sich am letzten Spieltag aber vom SV BW Rühen (0:4) vom Thron stoßen. Der Stachel nach der deftigen Pleite saß zu Beginn dementsprechend sehr tief. „Das ist natürlich extrem bitter gelaufen. Die ersten Tage danach waren hart, aber mittlerweile haben wir uns davon erholt. Die Mannschaftsfahrt nach Mallorca hat uns geholfen, ein bisschen davon abzuschalten“, sagt SVO-Coach Pascal Kahlert. Auch er weiß, dass wenn seine Offensive ins Rollen kommt, die Mannschaft nur schwer zu schlagen ist. „Das erste Endspiel haben wir verloren. Nun haben wir eine zweite Chance bekommen, wollen diese auch nutzen.“ Dabei muss Kahlert allerdings auf Felix Wesche (Gelb-Rot), Marten Elgner (5. Gelbe Karte) und Bastian Rosenbaum verzichten (privat).

Von Jannis Klimburg

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