NFV-Kreis Gifhorn: Ab Montag kämpfen 27 eFootball-Teams in drei Ligen

Rekord-Feld, Relegation, Frauen-Power!

Ein ganzer Schwung neuer Mannschaften (wie der FC Ohretal) bescheren der eFootball-Saison (hier die Kreismeisterschaft 2019) einen Teilnehmer-Rekord.
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Ein ganzer Schwung neuer Mannschaften (wie der FC Ohretal) bescheren der eFootball-Saison (hier die Kreismeisterschaft 2019) einen Teilnehmer-Rekord.

Gifhorn – Steven Melzian glühten die Finger bereits, bevor überhaupt die Konsolen heiß laufen. Der e-Football-Beauftragte legte nach Ablauf des Meldefensters für die neue virtuelle Spielzeit im NFV-Kreis Gifhorn von Donnerstag auf Freitag eine Nachtschicht bis 2.30 Uhr ein, um alle Vereine und Spieler ins System einzupflegen.

Denn: Der Playstation-Boom hierzulande kennt – wohl auch in Ermangelung des ‘echten’ Spielbetriebs – keine Grenzen. Mit 27 Mannschaften, aufgeteilt in nunmehr drei Ligen, vermeldet der NFV-Kreis Gifhorn für seine am kommenden Montag startete XXL-FIFA 21-Session einen neuen Teilnehmer-Rekord!.

Nach 16 und 20 Teams während der ersten Lockdown-Phase nun also nochmal eine enorme Steigerung bei der dritten Auflage. Vom Mega-Feedback ist auch Melzian geflasht: „Dass es so viele werden, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Da das reale Leder drinnen wie draußen wohl für Monate ruhen wird, streut der Kreis dieses Mal „eine lange Saison über den Winter mit einer Hin- und Rückrunde“ ein. Damit werde das Thema FIFA21 dann auch, abgesehen von dem ausgefallenen ePokal, für die Saison 2020/21 in einem Rutsch zu den Akten gelegt“, pointiert Melzian. Sprich: Selbst bei einem weiteren Corona-Cut im Frühjahr ist kein weiterer Konsolen-Kick geplant.

Die letzten Matches an den Bildschirmen sind für den 28. März 2021 vorgesehen. Pro Woche wird immer nur ein Spieltag anberaumt, „um die Terminfindung zu vereinfachen“. In der Weihnachtszeit wird es außerdem einen gestreckten Spieltag über zwei Wochen geben, erörtert Melzian.

Aufgrund des Massen-Andrangs haben die Verantwortlichen die Staffeleinteilung gewissermaßen an den Feld-Modus angeglichen und unterhalb der Kreisliga mit zehn Teams zwei parallel laufende Kreisklassen installiert. Der Gedanke, eine 2. Kreisklasse aufzumachen, wurde wieder verworfen. „So hat jeder Verein die Möglichkeit, am Ende der Saison in die Kreisliga aufzusteigen“, unterstreicht Melzian. In der anderen Variante wäre es doch ein langatmiger, weiter Weg an die Spitze gewesen. Zum Prozedere: Die ersten Beiden jeder Kreisklasse steigen direkt in die Gifhorner Königsklasse auf, die beiden Zweitplatzierten ermitteln in einer Aufstiegsrelegation den dritten Aufsteiger. Auch eine Analogie zum echten Fußballer-Leben und eine „coole Sache“, findet Melzian. „Das birgt noch einmal richtig Spannung.“

Dass der amtierende Kreisliga-Vizemeister VfR Wilsche-Neubokel nicht gemeldet hat, bedauert der NFV-Kreis. Für den VfL Knesebeck hingegen ist es ein Glücksfall, denn so bleibt ihm der Gang in die Kreisklasse erspart. Sehr zur Freude von Team-Mitglied Kevin Buchwald: „Natürlich gehört Knesebeck in die Kreisliga“, grinst er. Ziel sei es ab Montag, den Klassenerhalt „sportlich zu lösen und frühzeitig klar zu machen“.

Bleibt abzuwarten, wer dem amtierenden Champion 1. FC Wedelheine die Krone streitig machen kann. Melzian glaubt „an die eine oder andere Überraschung“. Übrigens bringt die neue Saison noch ein anderes Novum mit sich: Mit Emily Schleger vom SV Dannenbüttel II mischt sich erstmals eine junge Frau in den Reihen der Konsolenkicker. „Für mich ist das ein tolles Zeichen, dass der eFootball keine reine Männerdomäne ist“, so Melzian. „Vielleicht wird es dadurch salonfähig und die Damen zeigen, wer die Hosen an hat...“

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